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Farid Bang, Manuellsen, 18 Karat – Rapper protestieren für Uiguren

Rapper

Wer in den letzten paar Tagen die Social Media-Kanäle einiger deutscher Rapper gefolgt ist, dürfte fast unweigerlich auf dieses Thema gestoßen sein. Zahlreiche deutsche Rapper machen aktuell auf die Menschenrechtslage in China aufmerksam, bei der mehr als eine Million Menschen interniert wurden und umerzogen werden sollen.

Darunter sind auch namhafte Künstler wie Farid Bang, Manuellsen, Play69, 18 Karat, Rapperin MEL und weitere große Namen, die sich für die Rechte des Uiguren einsetzen und dagegen protestieren, dass bis heute relativ wenig über das Thema berichtet wird.

Uiguren

Die Uiguren sind eine ethnische Gruppe, die mehrheitlich im Autonomen Gebiet Xinjiang im Westen von China leben. Laut der jüngsten Volkszählung befinden sich aktuell mehr als 10 Millionen Uiguren in China. In Kasachstan befindet sich mit bis zu 300.000 Menschen die nächst größte Gruppe. Auch in München gibt es laut eines Berichts des bayrischen Rundfunks rund 500 Uiguren.

Seit Jahren gibt es Berichte darüber, dass die Uiguren, die neben den Hui-Chinesen die größte muslimische Gruppe in China bilden, systematisch überwacht und unterdrückt werden. Das Regime in China behauptet, dass es durch fundamentalistische Uiguren zu Terroranschlägen kommt und nutzt dies als Vorwand, um drastische Maßnahmen gegen sie durchzusetzen.

So gilt Xinjiang als Testregion für das soziale Kreditsystem in China, mit dem der Staat tief in die Privatsphäre der Bürger eingreift und massive Überwachung ausübt. Wer sich nicht an die Regeln hält und nicht auf Linie mit der Kommunistischen Partei ist, bekommt einen niedrigeren Score um Punktesystem und muss mit Einschränkungen im täglichen Leben rechnen.

Internierungslager

Neben der Überwachung gibt es seit einigen Monaten auch Meldungen über Internierungslager, in denen Uiguren festgehalten und umerzogen werden soll. Laut Human Rights Watch werden in diesen Lagern zum Teil massive Menschenverletzungen begangen. Derzeit kursieren Videos im Netz, die aus den Lagern stammen sollen und von Indoktrination und körperlicher Züchtigung zeugen.

Der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bis zu 1 Million Menschen auf diese Weise interniert wurden. Die internationalen Proteste sorgten dafür, dass die chinesische Regierung die Existenz der Lager zugeben musste. Von offizieller Seite heißt es jedoch, dass die Lager zur Berufsausbildung da sind und sich die Menschen auf freiwilliger Basis darin befinden.

Dies wird wiederum durch die sogenannten „Xinjiang Papers“ widerlegt. Dies sind Dokumente mit Hunderten von Seiten, in denen die chinesische Regierung die Internierung der Uiguren beschließt. Die New York Times und Zeitungen aus aller Welt waren an den Enthüllungen beteiligt. Wer sich weiter informieren möchte, kann sich diesen Bericht der NY Times durchlesen. (Klick)

Hier ist Farid Bangs Post

Farid Bang über die Uiguren