PA Sports und Fard beenden ihren Podcast „Made in Germany“

PA Sports und Fard ziehen den Schlussstrich

Nach 58 Folgen ist Schluss: PA Sports und Fard beenden ihren „Made in Germany“-Podcast - vorerst. In der aktuellen Episode erklären die beiden Deutschrap-Größen, warum das Format nicht weitergeht. Zentraler Punkt: Die anfängliche Euphorie und der Spaß am gemeinsamen Talk seien mit der Zeit verloren gegangen, was sich sogar auf die Freundschaft ausgewirkt habe. PA bringt es offen auf den Punkt: „Ich glaube schon, dass das irgendwann etwas belastend auf unsere eigentlich seit Jahren gut anhaltende, freundschaftliche Beziehung eingewirkt hat.“

Rückblickend schildert PA, wie konsequent sie zu Beginn geliefert haben und wie sehr sie das Projekt gefeiert haben. Spätestens ab der Mitte der zweiten Staffel habe es sich jedoch so angefühlt, als würden sie nur noch aus Pflichtgefühl aufnehmen. Entsprechend deutlich fällt sein Fazit aus: „Keinen Bock mehr“ - ein Satz, der den Stimmungswechsel treffend einfängt und den Entschluss erklärt.

Fard ergänzt, dass PAs privates und berufliches Leben zuletzt extrem turbulent gewesen sei. Das habe den Life is Pain-CEO oft gereizt wirken lassen, während er selbst ebenfalls einen starken Charakter mit Ego habe. Diese Mischung sei auf Dauer schwer vereinbar. Sein nüchternes Resümee: „Es war ’ne geile Zeit, hat Spaß gemacht. Aber irgendwann hat es keinen Spaß mehr gemacht.“

Gründe, Impact und mögliche Zukunft

Neben der persönlichen Dynamik nennen PA Sports und Fard auch inhaltliche Gründe. Ein regelmäßiger Podcast zwinge dazu, private Einblicke zu liefern - mehr, als ihnen lieb sei. Das stehe im Widerspruch zum Künstlerbild vieler Rap-Artists, die sich bewusst rar machen. Sie hätten sich mit Made in Germany teilweise gläserner gemacht, als ihnen lieb war.

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Beide haben zahlreiche Verpflichtungen und Projekte auf dem Tisch, die volle Energie erfordern. Sie sind überzeugt, dass das Potenzial für einen noch erfolgreicheren Podcast vorhanden war - aber ohne die nötige Leidenschaft sei ein ehrliches Format nicht möglich. Qualität vor Quantität lautet der unausgesprochene Leitsatz.

Komplett ad acta legen sie das Medium Podcast jedoch nicht. Ein Comeback halten beide für denkbar - ob gemeinsam oder in neuer Konstellation, vielleicht weiterhin unter der „Made in Germany“-Flagge. Fürs Erste bleibt der Cut ein klarer Schritt, um die Freundschaft zu schützen und künstlerische Prioritäten neu zu ordnen.