„Milliarden für Unsinn ausgeben“ – Kontra K kritisiert Politik für Umgang mit Berliner Stromausfall

Kontra K prangert Gleichgültigkeit an

Deutschrap-Star Kontra K hat sich nach dem massiven Stromausfall im Südwesten Berlins via Instagram zu Wort gemeldet und scharfe Kritik an der Politik geübt. In seiner Story schrieb er: „Mit wie viel Gleichgültigkeit Berlin gerade den Stromausfall handelt, ist harter Tobak… Hauptsache Milliarden für Unsinn ausgeben… Wir versuchen, zu supporten, wo geht.“ Damit stellt er die Prioritäten der Verantwortlichen in Frage und signalisiert, dass er und sein Team den Betroffenen helfen wollen.

Seine zweite Botschaft fiel ebenso deutlich aus: „Bei jedem Scheiß vor die Kameras hüpfen außer für die eigenen Leute… Politik…“ Die Aussagen fügen sich in die anhaltende Debatte um Krisenmanagement und Präsenz von Entscheidungsträgern in Ausnahmesituationen.

Hintergrund: Brandanschlag, Ausfälle, Einsatzlage

Der Stromausfall begann am 3. Januar 2026 am frühen Samstagmorgen. Auslöser war ein Brand an einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde, bei dem mehrere Hochspannungs- und Mittelspannungskabel beschädigt wurden. Polizei und Behörden gehen von Brandstiftung aus; ein Bekennerschreiben der links*xtremistischen „Vulkangruppe“ tauchte auf und wird geprüft.

Betroffen sind vor allem Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Gewerbekunden hatten zeitweise keinen Strom oder keine Fernwärme. Die Reparaturen an den stark beschädigten Leitungen dauern mehrere Tage und könnten sich bis Donnerstag, den 8. Januar, hinziehen.

Die Auswirkungen sind spürbar: Wärme, Elektrizität und Internet fielen in vielen Haushalten aus. Schulen und Kitas blieben geschlossen, es gab Notbetreuung. Mobilfunk und Notruf waren zeitweise eingeschränkt, daher wurden Notrufpunkte, Infoschalter, Wärmestuben und Notunterkünfte eingerichtet.

Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Hilfsdienste sind fortlaufend im Einsatz. Der Berliner Senat verurteilte den Angriff auf kritische Infrastruktur deutlich und kündigte Aufklärung sowie Schutzmaßnahmen an.

Kontra K via Instagram Story
Kontra K via Instagram Story