Effect-Gründer rechnet mit den Getränken von Capital Bra, Montanablack und Shirin David ab

Dirtea, Bratee & Co.

Bis vor wenigen Jahren waren Influencer-Produkte, vor allem im TK- und Getränkebereich, der letzte Schrei. Marken wie Dirtea und Bratee haben signifikante Marktanteile in der Getränkebranche erreichen können und konnten sich vor allem zu Beginn millionenfach verkaufen.

Zuletzt haben sich die Zahlen in diesem Bereich jedoch spürbar zurückentwickelt. Konkrete Zahlen gibt es hierbei vor allem zu Capital Bra und dessen Getränkemarke Bratee. Vor kurzem enthüllte Montanablack so, dass die Verkaufszahlen des Marke im Jahr 2025 um 99,15% eingebrochen sind, verglichen mit 2021.

Effect-Gründer

Jetzt äußert sich einer der mächtigsten Getränkeunternehmer Deutschlands dazu, wieso viele Rapper- und Influencer-Marken so schnell vom Markt verschwinden. Andreas Herb ist Gründer der MBG Group, einem Lebensmittelunternehmen mit über 200 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Das wichtigste Produkt des Unternehmens ist der Energy Drink Effect, der 2019 fast 99 Millionen Dosen in 50 Ländern verkaufen konnte. Er erklärt, dass viele Hype-Marken auf das schnelle Geld aus sind, sich aber nicht darauf konzentrieren, wirklich nachhaltig eine Marke auszubauen.

Er zählt einige Marken wie 4Bro und Bratee auf, die laut seiner Aussage „Gone“ sind – also weg. Auch Dirtea von Shirin David ist laut Herb „fast weg“. Selbst Gönergy verdanke seinem Erfolg vor allem der ständig wechselnden Produktpalette, wodurch alte Käufer immer wieder „probieren“ wollen. Er zweifelt aber an, ob dieses Modell noch sehr lange zu halten sei.

Effect-Gründer über Bratee, Dirtea & Co.

„Die verdienen kurzfristiges, schnelles Geld. Nachhaltig nicht. (…) Es gibt andere, die schnelles, dreckiges Geld wollen. Und das hat sich bewiesen mit diesen ganzen Produkten, dass es eben nicht so ist.

Eine heiß gefeierte Marke war 4Bro – Gone. Dirtea – nearly Gone. Sugar Mami – Gone. Bratee – Gone. Gönergy – natürlich ein Power-Influencer, Montanablack. Hält sich über Wasser, meiner Meinung nach, durch radikales, andauerndes Portfolio austauschen. Immer neu, neu, neu, damit die Community sagt: Ich muss den neuen probieren. Das wird aber glaube ich, nicht mehr lange möglich sein.“

Hier seht ihr es