„Ich hab meine Liebe zur AfD wieder verstanden“ – ABK äußert sich zum Treffen mit Manuellsen und Arafat
ABK erklärt sein Unwohlsein
Nach dem aufgeladenen Treffen mit Manuellsen und Haikel hat ABK in einem weiteren Livestream seine Sicht geschildert. Er machte deutlich, warum er sich in der Runde unwohl fühlte und weshalb er Formulierungen nutzte, die für Diskussionen sorgten. Im Kern geht es ihm um Kontrolle und Übersicht im Raum, die er in der Situation nicht hatte. Das Gefühl der Unsicherheit habe ihn in die Defensive gedrängt.
Besonders deutlich wurde ABK, als er die Personenanzahl und die Dynamik vor Ort beschrieb. „Aber Bruder, guck mal, Abdel, jetzt, ehrlich, ich hab von Anfang an gesagt, Bruder, ich bin kein Mensch, der da hingeht. Bruder, dann sag ich zu Arafat, ey, aber es kommen nicht viele Menschen. Und am Ende, wie gesagt, war das Jugendzentrum. Leute kommen rein und raus und ich denk mir so, ey Bruder, ich hab gar keinen Überblick. Egal, wer da ist, da kannst du keinen Überblick mehr haben. Und ich krieg Panik.“ In diesem Kontext fiel auch sein Satz „Ja, Und ich hab meine Liebe zur AfD dann wieder verstanden.“ - eine zugespitzte Reaktion auf die angesprochene Überforderung.
Im gemeinsamen Twitch-Stream mit Hichäm, Abdel, Haikel und ABK wurde das Material nochmals angeschaut und kommentiert. Abdel brachte die angespannte Grundstimmung auf den Punkt: „Und jeder wartet auf ein falsches Wort, egal was. Dann ist das schon auf Limit.“ Haikel beschrieb die Wahrnehmung im Raum mit einem Seitenhieb: „Alle haben einen Bart, einen bösen Blick und alle haben so eine riesige Hand. „
Arafats Rolle als Moderator
Arafat Abou-Chaker trat erneut als Vermittler auf und setzte zu Beginn klare Leitplanken. Bereits vor dem Treffen kommunizierte er, maximal ein bis zwei Begleitpersonen zuzulassen, um eine aufgeheizte Stimmung zu verhindern. Diese Vorgabe zeigte, dass er die sensiblen Dynamiken im Voraus einschätzte und einen kontrollierten Rahmen schaffen wollte. Da jedoch mehr Personen kamen und viele auch von weit weg, ließ er sie dennoch ins Studio rein.
Als die Situation zwischenzeitlich eskalierte, reagierte Arafat entschlossen und professionell. Er leerte den Raum bis auf wenige Personen, um Druck aus der Runde zu nehmen, und führte das Gespräch in geordnetere Bahnen zurück. Damit verschaffte er den Beteiligten die Möglichkeit, sich wieder auf Inhalte zu konzentrieren.
Gegenüber ABK übernahm Arafat Verantwortung und gab Sicherheitszusagen. Er machte deutlich, dass ABK nichts passieren werde, weil er vor Ort sei und die Runde moderiere. Diese Haltung trug dazu bei, dass trotz Spannungen weitergeredet wurde und am Ende eine Basis für Verständigung entstand. Auch im Nachgang zeigte sich, dass seine Struktur dem Dialog den notwendigen Rahmen gab und alle Parteien sich am Ende die Hand reichen konnten und das Gespräch ein positives Ende nahm.
