Clan-Rapper Maze618 wurde nach Syrien abgeschoben

Maze618

Vor wenigen Wochen hat die deutsche Bundesregierung zum ersten Mal seit über 10 Jahren wieder eine Person nach Syrien abgeschoben. Durch den Sturz der Assad-Regierung wurde das Land wieder zum sicheren Herkunftsstaat erklärt, was Abschiebungen syrischer Flüchtlinge ermöglicht.

Jetzt wurde die nächste Person nach Syrien abgeschoben – diesmal hat es einen Rapper getroffen. Dieser trat unter dem Namen Maze618 auf unter veröffenlichte neben einer Reihe von Hörproben auch ein Musikvideo unter dem Titel „Wieder Rap“. Darin prahlte er mit seinen kriminellen Machenschaften und seiner Angehörigkeit zu einer bekannten Großfamilie in Sachsen-Anhalt.

Musikvideo von Maze618

Clan-Rapper

Aber nicht nur in seinen Songs, auch im echten Leben gab er sich als Clan-Mitglied und legte sich immer wieder mit der Polizei an. 2017 kam es zu einem Streit zwischen Maze, der bürgerlich Mazen A. heißt, und zwei Polizeibeamten. Die Polizisten suchten eine Shishabar auf, die der Clan-Familie von Mazen A. gehörte.

Dort sollte ein Vorführungshaftbefehl vollstreckt werden. In der Folge des Streits rief der Rapper seine Mitstreiter dazu auf, die Beamten zu erschießen: „Es reicht, Männer, holt die Waffen raus, wir knallen sie ab!“ Später verfolgten sie die Polizisten bis zum Polizeirevier und traten eine Tür ein, während er einem der Beamten und seiner Familie drohte: „Ich zerstöre sein Leben. Ich weiß ganz genau, wo er wohnt.“

In der darauffolgenden Zeit kam es immer wieder zu Problemen rundum Maze618. Im November 2019 wurde er schließlich verurteilt: 6 Jahre und 4  Monate Haft für Drogenhandel und 10 Monate für Körperverletzung. Er versuchte aus dem Gerichtssaal zu flüchten und musste von Vollzugsbeamten aufgehalten werden.

Abschiebung nach Syrien

Am 20. April hätte Maze618 seine Haftstrafe abgesessen und wäre wieder frei. Um das zu verhindern, wurde er am 6. Januar 2026 aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Magdeburg direkt zum Flughafen gebracht und dort in ein Flugzeug gesetzt. Nach einem Zwischenstopp in der Türkei ist er inzwischen in der syrischen Hauptstadt Damaskus gelandet. Mit seiner Abschiebung verbunden, ist auch eine Einreisesperre für mindestens 5 Jahre.

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