„Ihr macht auf Girls supporten Girls“ – Badmomzjay teilt gegen deutsche Rapperinnen aus
Badmomzjay-Comeback mit Ansage
Nach rund zwei Jahren Release-Pause ist Badmomzjay mit „Haus im Meer“ zurück - und die Rückkehr hat es in sich. Im Fokus stehen Lines, in denen sie den fehlenden Zusammenhalt unter deutschen Rapperinnen kritisiert. Die Künstlerin greift ein Thema auf, das ihre Community seit Langem diskutiert: Solidarität und echter Support im Female-Rap.
Besonders stark werden die Zeilen über vermeintliche „Girls supporten Girls“-Statements diskutiert. Badmomzjay rappt: „Ihr macht auf „Girls supporten Girls“, aber nur wegen Feature / Doch Support kenn‘ ich hier nur von Lori, Juju und Nina“. Damit benennt sie klar, von wem sie Rückenwind spürt, und positioniert sich gegen oberflächlichen Support.
Auch die folgenden Passagen kommen bei den Fans an: „Schwester, sag ma‘, warum Männer, die ich bei mir im Team hab‘ / Für Female-Rap mehr tun als eure peinlichen Divas (Haha) / Guck, meine Crew ist wegen Qualität so gut, nicht wegen Quote (Guck) / Gilt für Beauty-Line, die Marken-Deals und auch für jede Strophe / Mein Geschäft diverser als ein gottverdammter Regenbogen / Mach‘ gemischtes Hack, als wär ich Tommi Schmitt und Felix Lobrecht“. Badmomzjay betont damit Anspruch, Qualität und Unabhängigkeit im eigenen Camp.
Fans spekulieren über Anspielungen
Namen nennt Badmomzjay nicht, doch die Diskussion in den Kommentaren ist schnell entbrannt. Viele Fans sehen Hinweise in den Bars, die auf Szenegrößen deuten. Im Zentrum steht die Playback-Thematik und Ticketpreise bei großen Live-Events.
Konkret sorgen diese Lines für Gesprächsstoff: „Ihr rappt alle Playback und darauf seid ihr noch stolz / Doch für ’n Siebzig-Euro-Ticket gibt’s nichts Brauchbares von euch, ah“. User verknüpfen das mit früheren Live-Pannen beim Playback-Setup und Ticketpreisen über 70 Euro bei Live-Shows. In den Spekulationen fallen häufig die Namen Shirin David und Katja Krasavice.
Die Debatte wird durch Badmomzjays Doppelthema aus Authentizität auf der Bühne und echtem Support im Business getragen. Dass sie nach „Don’t trust B*tches“ und einer langen Pause mit einem so direkten Statement zurückkehrt, verleiht „Haus im Meer“ zusätzliche Wucht. Für die Szene zeichnet sich eine neue Diskussionsrunde über weiblichen Zusammenhalt und Live-Standards ab.
