„Ihr seid nichts Besseres“ – MontanaBlack schießt gegen Arafat, Manuellsen und Sinan-G

MontanaBlack richtet klare Worte an Arafat, Manuellsen und Sinan-G

In einem neuen Livestream hat MontanaBlack eine deutliche Ansage an Arafat Abou-Chaker, Manuellsen und Sinan-G gemacht. Der Streamer störte sich daran, dass sich einzelne Akteure in Diskussionen um Streamer, Reactions und Content-Moral vermeintlich über andere stellen. Sein Kernpunkt: Alle bewegen sich im selben Kosmos der digitalen Unterhaltung und nutzen ähnliche Mechaniken, um Reichweite zu erzielen.

Wörtlich erklärte er: „Ich möchte noch mal eine Sache ganz kurz sagen. Das richtet sich sowohl an Arafat, das richtet sich an Manuellsen, an Sinan-G und alle, wie sie heißen. Ihr braucht nicht immer so reden, als wenn ihr, wie soll ich sagen, als wenn ihr etwas Besseres oder Anderes seid und sagt immer: „Das richtet sich an die Streamer, an die Reactor.“ Damit greift er die oftmals gezogene Trennlinie zwischen Rappern, Clan-Figuren, Streamern und Reactoren auf.

Weiter führte MontanaBlack aus: „Ihr seid das auch. Ihr sitzt mit euren Ärschen auf Twitch oder auf YouTube oder habt TikTok-Kanäle. Ihr seid alle Influencer. Ihr wollt das nicht sehen. Manuelsen, du bist Influencer. Arafat ist Influencer. Sinan-G ist Influencer. Ihr nutzt genau dieselben Stilmittel wie ich. Ihr müsst nicht immer so sagen, „an alle Reactor, wir sind genau auf einem Level, was das Arbeitsding angeht. Ihr seid Streamer, ich bin Streamer.“

 Influencer-Rollen und laufende Debatten

Die Aussagen reihen sich in laufende Debatten ein, die seit Wochen die Schnittstelle zwischen Rap, Streaming und Reaction-Kultur prägen. Besonders in Livestreams wird immer wieder darüber diskutiert, wer wem Legitimität abspricht, wer Grenzen verletzt und welche Verantwortung Content-Creator gegenüber ihrem Publikum tragen.

Mit dem Verweis auf die gemeinsamen „Stilmittel“ betont MontanaBlack die Realität des heutigen Medienmix: Ob Rapper, Labelkopf, Clan-Figur oder Vollzeit-Streamer - am Ende zählt die Präsenz auf Twitch, YouTube und TikTok. Die Unterscheidung zwischen Künstler und Influencer verschwimmt, wenn dieselben Plattformen, Monetarisierungsmodelle und Formate genutzt werden.

Die jüngste Ansage dürfte für weiteren Zündstoff in der Szene sorgen. Denn sie adressiert direkt das Selbstverständnis bekannter Gesichter und stellt die Gleichrangigkeit der Rollen im Online-Geschäft heraus. Ob und wie Arafat, Manuellsen oder Sinan-G darauf reagieren, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Die Diskussion um Status, Respekt und Arbeitsrealitäten im deutschen Internet- und Rap-Kosmos erhält damit neuen Schub.