Nach Epstein-Leaks – 50 Cent kündigt Dokumentation über Jay-Z an

50 Cent kündigt Jay-Z-Doku nach Epstein-Leaks an

50 Cent hat nach der jüngsten Veröffentlichung umfangreicher Epstein-Unterlagen angekündigt, eine Dokumentation über Jay-Z zu planen. Der Rapper teilte dazu KI-generierte Bilder von Jay-Z und kommentierte: „Damn they got ya man jay in the Epstein files, gotta do a doc on this sh!t,“. Der Post sorgte sofort für Diskussionen in der Community.

Hintergrund: Das US-Justizministerium veröffentlichte am Freitag über drei Millionen Seiten an Epstein-bezogenen Dokumenten. Jay-Z und Pusha T tauchten darin in sogenannten FBI-Hotline-Intake-Reports aus dem Jahr 2019 auf - anonym eingegangene Hinweise, die nach Epsteins Verhaftung über eine öffentliche Telefonleitung gesammelt wurden. Eine Anruferin behauptete, 1996 entführt worden zu sein und in einem Anwesen Epsteins aufgewacht zu sein, wo unter anderem Harvey Weinstein und Jay-Z anwesend gewesen seien.

Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich um unbestätigte Angaben. Das Justizministerium warnte, die Dokumente „may include fake or false accusations“, Behörden betonten zudem, viele Behauptungen seien „unfounded and false“. Auch das FBI stellte klar, dass Nennungen in Hinweisen keinen Beweis darstellen.

Einordnung der Vorwürfe und 50 Cents Historie

Bislang gibt es keine belastbaren Belege, die Jay-Z direkt mit Epstein verbinden. Sein Name taucht weder in bekannten Fluglisten noch in Kontaktverzeichnissen auf. Kritiker meinen zudem, dass die Zeitlinie Fragen aufwerfe: 1996 veröffentlichte Jay-Z sein Debütalbum Reasonable Doubt und war noch nicht der globale Superstar, der auf elitären Events mit Größen wie Weinstein oder Epstein verkehrte.

Gleichzeitig ist 50 Cents Track Record in diesem Feld nicht zu unterschätzen. Nachdem er zuvor wegen einer geplanten Diddy-Dokumentation belächelt wurde, erschien später die vierteilige Serie „Sean Combs: The Reckoning“ auf Netflix - mit neuen Aussagen und Material, das eine breite Debatte auslöste. Damit zeigte 50 Cent, dass er Projekte dieser Art umsetzen kann.

Konkrete Details zu seiner möglichen Jay-Z-Doku nannte 50 Cent bislang nicht. Es gibt weder einen Sender noch einen Produktionszeitplan. Beobachter werten den Post daher als möglichen Social-Media-Impuls - mit potenzieller Sprengkraft, solange die Vorwürfe aus den Hotline-Dokumenten unbestätigt bleiben.