Arafat verrät den Grund, wieso RIN nicht bei Ersguterjunge gesigned wurde

Arafats Einblick in die EGJ-Entscheidungen

Arafat Abou-Chaker ist im „Libanossi“-Podcast von Baba Saad und Marvin California zu Gast und blickt gemeinsam mit den Hosts auf die prägende EGJ-Ära zurück. Bereits im Vorfeld war das Interesse groß, die Ankündigung des Talks sorgte in der Community für Gesprächsstoff. Im Gespräch werden jene Namen beleuchtet, die beinahe bei Ersguterjunge gelandet wären - darunter Metrickz und vor allem RIN.

Auslöser für die RIN-Passage ist Arafats Rückblick auf das fast zustande gekommene Signing von Metrickz. Dabei macht er deutlich, dass Shindy Mitte bis Ende der 2010er-Jahre mit starker Überzeugung RIN ins Team holen wollte. Laut Arafat scheiterte der Vorschlag an Bushido. Shindys zusammenfassende Aussage zitiert er so: „RIN wolltet ihr nicht signen, weil Bushido ihn nicht mag.“

Im weiteren Verlauf beschreibt Arafat, wie klar die Ablehnung gewesen sein soll. Bushido habe den Künstler aus Bietigheim „auf Teufel komm raus“ nicht dabei haben wollen. Diese Haltung verdichtet Arafat mit einem markanten O-Ton, den er Bushido zuschreibt: „Geht gar nicht. Was für’n Dreck.“ Trotz Shindys wiederholter Einschätzung, aus RIN könne etwas werden, blieb es bei der Absage.

Shindys Rolle, Metrickz-Debatte und verpasste Chance

Arafat erklärt, dass er selbst damals wenig Bezug zur Musik des Newcomers hatte und sich in der Entscheidung auf Bushidos Urteil verließ. In diesem Kontext erinnert er an die parallelen Gespräche rund um Metrickz. Shindy habe eigens den Weg nach Berlin auf sich genommen, um Arafat und Bushido von einem Signing abzuraten - auch mit Verweis auf die RIN-Entscheidung: „Aber Metrickz wollt ihr signen?“

Diese Szene zeigt, welche internen Dynamiken bei EGJ die Entscheidungen geprägt haben. Shindy drängte auf RIN, Arafat vertraute auf Bushidos Einschätzung und Metrickz blieb ein separates Thema. Das Zusammenspiel aus persönlichem Geschmack, Timing und Labelstrategie wird im Podcast deutlich.

Wer die ganze Entwicklung nachvollziehen möchte, findet im „Libanossi“-Talk ausführliche Einordnungen. Damit liefert die Folge seltene Einblicke in die Entscheidungswege eines der prägendsten Deutschrap-Labels der 2010er-Jahre.