Love-Scammer – Frau dachte 3 Jahre, mit Nico Santos in einer Beziehung zu sein

Drei Jahre Täuschung: Fake-Nico-Santos ködert Frau aus NRW

Für eine 36-Jährige aus Halver in NRW wurde ein unscheinbarer Chat zur vermeintlichen Promi-Romanze. Über Facebook und später Signal schrieb sie jahrelang mit einem Mann, der sich als Nico Santos ausgab. Komplimente, Herz-Emojis und die Aussicht auf ein Treffen stärkten das Vertrauen. Am Ende blieb Ernüchterung: Hinter dem Profil steckte ein Betrüger.

Die Kommunikation zog sich über drei Jahre. Fast täglich meldete sich der falsche Star, spielte Gefühle vor und hielt die Hoffnung auf ein reales Kennenlernen wach. Für die Frau war es „ihr kleines Geheimnis“, ein digitaler Rückzugsort, der mit jeder Nachricht persönlicher schien. Genau dieses Setting nutzte der Täter aus.

Mit der wachsenden Bindung kamen Forderungen: Der angebliche Sänger bat immer wieder um finanzielle Hilfe. Die 36-Jährige erwarb Prepaid-Guthabenkarten und Amazon-Gutscheine und übermittelte die Codes per Messenger. Ein hoher Preis für eine Illusion: Der Schaden summiert sich auf mehr als 10.000 Euro. Erst als sie ihr Umfeld einweihte, flog der Betrug auf und die Polizei wurde eingeschaltet.

Polizei warnt - Nico Santos bezieht Stellung

Polizeisprecher Lukas Borowski erklärt das Vorgehen der Täter klar und eindrücklich. Zu Fällen wie diesem sagt er: „Der Betrüger baute über einen langen Zeitraum gezielt Vertrauen auf und schuf eine emotionale Bindung. Dann brachte er die Frau dazu, Geld in Form von Gutscheinen zu schicken.“ Die Kriminalpolizei ermittelt, während die Beamtinnen und Beamten erneut zur Vorsicht mahnen.

Auch der echte Nico Santos zeigte sich betroffen und machte auf das Ausmaß der Masche aufmerksam. Auf Instagram schrieb er: „Dass es hunderte Fake-Profile gibt, ist klar. Dass wirklich Menschen darauf reinfallen können, war mir bisher nicht so bewusst. Ich dachte, wir hätten schon gelernt. Bitte, bitte fallt nicht drauf rein!“ Seine Worte unterstreichen die Brisanz.

Die Polizei betont, dass echte Prominente weder Geld verlangen noch Gutscheincodes per Messenger fordern. Wer Kontakt zu vermeintlichen Stars erhält, sollte Profile verifizieren, nie Codes versenden und im Zweifel Freundeskreis oder Polizei einbinden. So lassen sich emotionale und finanzielle Schäden verhindern.

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