„War meine Mutter …?“ – Fler äußert sich zu seiner Therapie

Fler über seine lange Therapiezeit im Podcast

Im neuen Podcast spricht Fler offen über seine lange Therapiezeit. Der Berliner Rapper beschreibt, wie Gespräche in jungen Jahren zunächst vor allem Stabilität geben sollten. Kinder- und Jugendtherapie bedeute für ihn, schrittweise an Wahrheiten herangeführt zu werden, ohne überfordert zu werden. Diese Perspektive prägt seine Rückschau auf damalige Sitzungen.

Mit Blick auf die Rolle der Therapeutin zitiert Fler den Kern der Begleitung über viele Jahre. Er schildert, wie aus behutsamer Führung ein Moment klarer Erkenntnis wurde: „… können wir einfach mal Tacheles reden …“ Aus dieser Direktheit entstand das Verstehen, das er lange gesucht hatte in seinem eigenen Prozess.

In einer besonders emotionalen Passage beschreibt er das schmerzhafte Realisieren familiärer Prägungen. Der Schlüsselsatz im Raum, den er aussprach: „… kann es sein, dass meine Mutter so eine Scheißmutter war?“ Die vorsichtige Antwort der Therapeutin bestätigte für ihn die Richtung, ohne zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen.

Prägung, Umfeld und der Blick auf Psychologie

Fler wuchs in Berlin auf, wechselte als Kind mehrfach die Schule und lebte zeitweise im Heim. Seine Jugend war von Unsicherheit geprägt, weshalb professionelle Hilfe früh eine Rolle spielte. Die im Podcast erwähnte Therapie ordnet er als langjährigen Prozess ein, der Stabilität und später Klarheit ermöglichen sollte in seinem Leben.

Er grenzt seine Erfahrungen gegenüber theoretischen Zuschreibungen ab. Wenn Außenstehende über Ego oder Verhalten reden, spiegle das oft angelesenes Wissen. Fler betont den Unterschied gelebter Erfahrung: „Die reden nur von einer Sache, die die wieder in Büchern gelernt haben.“ Für ihn bleibt Verdrängen keine Lösung, ebenso wenig Wegsehen und Schweigen.

Ein zentrales Motiv ist die behutsame Stabilisierung junger Menschen. Fler sagt dazu: „… bei den Kindertherapeuten, … ist es natürlich wichtig, dass sie dich stabilisieren, … du bist noch jung …“ Seine Erzählung zeigt, wie langsame Annäherung, strukturierende Fragen und ehrliche Momente langfristig Orientierung schaffen können im eigenen Heilungsweg weiter.