Fler behauptet, er hat Laas Unltd. das Rappen beigebracht
Fler erhebt Anspruch: „Songwriting habe ich dir beigebracht“
Im neuesten Livestream legt Fler gegenüber Laas Unltd. nach und reklamiert die künstlerische Schulung des Rappers für sich. Der 43-Jährige unterscheidet klar zwischen Technik und künstlerischem Verständnis und führt aus, dass Laas die Grundlagen des modernen Songwritings in seiner Zeit bei Maskulin gelernt habe. Wörtlich behauptet er: „Songwriting, warum du später zu Shindy gehen konntest. Songwriting, warum du heute mit Shirin schreibst. Songwriting, warum du überhaupt dafür affin bist, warum du das überhaupt kannst, hab ich dir beigebracht.“
Konkret geht es laut Fler um Struktur, Hooks und umsetzbare Reimschemata statt endloser Silbenketten. Er formuliert es so: „Ich hab dir gesagt, lass mal diese Sechsfachreime über zwölf Takte. Denk dir mal ein paar Hooks aus. Geh mal ein bisschen in die Materie. Also einfach die Struktur von einem Song.“ Für ihn sei das ein normaler Lernprozess in Teams, aus dem aber seine prägende Rolle abgeleitet werde.
Gleichzeitig grenzt Fler andere Einflüsse ab: „Dieses Künstlerische, beziehungsweise das Verständnis für Songs, hast du nicht von Savas gelernt. Hast du nicht von Shirin gelernt, hast du nicht von Shindy gelernt […] Hast du von mir gelernt.“ Zudem unterstellt er, Laas habe ohne Ghostwriting-Jobs kaum Alternativen gehabt und verweist auf durchwachsene Solo-Resonanz: „Deine Alben liefen gar nicht […] weil deine eigene Musik nicht läuft.“
Lange Historie zwischen Förderung, Beef und Ghostwriting
Die Aussagen fügen sich in eine jahrelange, wechselhafte Beziehung. 2025 hatte Laas in einem Podcast selbst eingeräumt, dass Fler sein Talent früh erkannt habe: „Da muss man ihm auch die Props geben. Er war halt der Erste, der das gesehen hat.“ Schon damals skizzierte er den Sprung vom Battle-Setup in professionelle Schreibsessions.
Parallel dazu steht eine konfliktreiche Historie aus Disstracks und öffentlichen Statements. 2022 thematisierte Laas Finanzen und Arbeitsbedingungen und stellte seine bessere Vergütung bei Shirin David heraus. Fler wiederum konterte regelmäßig via Livestream und kündigte mehrfach musikalische Antworten an.
Inhaltlich stützt der aktuelle Livestream die Erzählung, Fler habe Laas in Richtung marktorientierten Songaufbaus geschoben - weg von reiner Technik hin zu Hooks und Struktur. Ob und wie Laas darauf reagiert, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das Thema Ghostwriting, Credits und künstlerische Prägung bleibt ein zentraler Streitpunkt zwischen beiden Protagonisten und sorgt erneut für Debatten in der Szene.
