„Kollegah hat seinen Katalog verkauft“ – Fler behauptet ‚Deutschrap ist tot‘

Kollegah hat seinen Musikkatalog verkauft

Im neuesten Livestream spricht Fler ausführlich über den aktuellen Zustand der Szene und über finanzielle Entscheidungen seiner Kollegen. Dabei erwähnt er, dass Kollegah seinen Musikkatalog verkauft haben soll. Wörtlich sagt Fler: „Ich wünsche jedem, ich wünsche auch Kollegah, ich hab irgendwas gelesen jetzt, der hat irgendwie auch für mehrere Millionen sein Katalog verkauft“.

Fler verknüpft die Aussage mit einem generellen Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit für Rapper und den Rückzug aus öffentlichem Druck: „Ich wünsche denen alles, dass sie Geld haben, dass sie sagen können: ‚Scheiß drauf, Bruder, ich hab mein Ding gemacht.‘“ Sein Tenor: Wer seine Legacy aufgebaut hat, könne jederzeit entscheiden, ob und wann er zurückkehrt.

Die Aussage fällt vor dem Hintergrund einer spürbaren Welle an Katalog-Deals im Deutschrap. In den vergangenen Jahren verkauften bereits mehrere Künstler Teile ihrer Rechte. Laut Branchenberichten sicherte sich unter anderem der Investor Duetti große Budgets, um internationale Kataloge zu erwerben. Auch Pa Sports und Fler selbst hatten zuvor entsprechende Deals kommuniziert.

„Deutschrap ist tot“ - Fler über den Zustand der Szene

Im Stream zeichnet Fler ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage im Rap. Er fühlt sich missverstanden, was die Erwartungen an seine Karriere betrifft, und kritisiert das Klima rund um Streaming-Erfolge. Zu seinem Mindset sagt er: „mittlerweile, mir geht’s ja voll am Arsch vorbei, wenn Leute was über meine Karriere sagen“.

Besonders deutlich wird Fler, wenn es um die Monetarisierung von Musik geht. Seine Bilanz fällt hart aus: „es ist bei allen kacke, ich bin nur derjenige, der es sagt, es ist bei allen kacke, keiner macht Geld mit Rap, keiner, keiner!“.

Die Aussagen treffen auf eine Szene im Umbruch. Katalogverkäufe gelten aktuell als Weg, frühere Erfolge zu kapitalisieren, während sich Geschäftsmodelle verschieben. Parallel hatte Kollegah seine Rapkarriere offiziell beendet und neue Pläne abseits der Musik angekündigt. Der Trend zu Deals über Backkataloge und die Diskussion um Streaming-Erträge geben Flers Diagnose zusätzliche Brisanz.