Animus: „Manuellsen züchtet durch sein Benehmen die Fanbase, die er selber so sehr verachtet“

Animus sieht Ursache für Hate bei Manuellsen selbst

In der neuen Podcast-Folge hat sich Animus ausführlich zu Manuellsen und dessen Hatern geäußert. Er beschreibt, dass ein jüngeres, oft asoziales Publikum den Rapper mit abfälligen Memes und Bezeichnungen belegt. Wörtlich spricht er von Begriffen wie „Schokoellsen“ und „Buenoellsen“, die vor allem in Netz-Kommentaren kursieren und sich seit Monaten rund um den Mülheimer auftürmen.

Gleichzeitig kritisiert Animus die Tonlage, die Manuellsen in Streams anschlägt. Aus seiner Sicht trage der Rapper damit selbst zur Zusammensetzung seiner Zuschauerschaft bei. „Okay, wenn er aber im Stream sitzt und die ganze Zeit sagt: ‚Ich effe deine Mutter, ich effe seine Mutter, ihr seid HS, ihr seid HS, ihr seid HS.‘ Welches Publikum zieht er dadurch an, Bruder? Genau dieses.“

Darauf aufbauend formuliert Animus eine klare These: „Das heißt, ein Manuellsen züchtet durch sein Benehmen die Fanbase, die er selber so sehr verachtet.“ Er führt aus, dass Menschen, die einen 48-jährigen Mann für solche Beleidigungen feiern, auch vor rassistischen Kommentaren und „ekligen Memes“ nicht zurückschrecken. „Weil jemand, der es cool findet, wenn ein 48-jähriger Mann andere als HS beleidigt (…), so jemand schreckt auch nicht vor rassistischen Kommentaren zurück.“

 Öffentlicher Schlagabtausch und geschäftliche Moves

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Manuellsen und Animus ohnehin im Austausch über Podcasts und Reaktionen stehen. Ein gemeinsames Treffen am Tisch von Arafat kam bislang nicht zustande. Stattdessen reagierte Manuellsen zuletzt mit deutlichen Worten auf Animus und stellte dessen Motive in Frage.

Parallel dazu baut Manuellsen sein Business weiter aus. Von „Shopellsen“ über die angekündigte Schokolade „Schokoellsen“ bis hin zur Autovermietung „Caruellsen“ nutzt er die hohe Aufmerksamkeit rund um seinen Namen auch unternehmerisch. Bereits im März wurde hervorgehoben, dass er negative Memes in marktfähige Produkte verwandelt.

Gleichzeitig bleibt die Hate-Debatte präsent. Manuellsen hatte öffentlich gemacht, wie sehr ihn anonyme Anfeindungen beschäftigen. Animus’ jüngste Podcast-Passage setzt genau hier an: Er sieht den Ursprung eines Teils dieser Zuschauerschaft in der kommunikativen Härte der Streams. Wie Manuellsen auf diese konkrete Einordnung reagiert, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass das Thema in Deutschrap weiter Wellen schlagen wird.