Hiphop-Legende Afrika Bambaataa (†68) ist verstorben

Afrika Bambaataa

Eine Legende der Hiphop-Geschichte ist von uns gegangen. Wie verschiedene US-Medien übereinstimmend berichten und inzwischen von seinem Umfeld bestätigt worden ist, ist Afrika Bambaataa im Alter von 68 Jahren verstorben. Er war Gründer der Zulu Nation und einer der Pioniere des Hiphop in den 1970er und 1980er-Jahren.

Der Rapper und Wegbereiter verstarb am 9. April gegen 3 Uhr morgens Ortzeit in Philadelphia an den Folgen einer Prostatakrebserkrankung. Nur eine Woche später hätte er seinen 69. Geburtstag gefeiert.

Hiphop-Legende

Der Weg von Afrika Bambaataa begann dort, wo auch Hiphop ansich begann: In der Club- und Partyszene der Bronx. Er organisierte Partys, auf denen Hiphop gespielt wurde und begann selbst damit, Rapsongs aufzunehmen. Weltweite Bekanntheit erlangte er durch die Single „Planet Rock“, mit der er dabei half, Rap in den Mainstream zu bringen. Hier schließt sich auch ein Kreis zu Deutschland. Die Melodie der Single orientiert sich am gleichnamigen Song der Düsseldorfer Band Kraftwerk.

S*xueller Kindesmissbrauch

So einflussreich das Wirken von Afrika Bambaataa auf die Geschichte des Hiphop auch gewesen ist, können die Vorwürfe und die Verurteilung gegen den Hiphop-Pionier nicht außer Acht gelassen. Im Mai 2025 verlor er einen Gerichtsprozess wegen Kindesmissbrauch und musste Schmerzensgeld zahlen. Ab 1992 soll er eine damals 12-jährige Person auf der Bronx über 4 Jahre lang missbraucht haben.

Auch ehemalige Freunde und Crew-Mitglieder warfen Afrika Bambaata vor, mit Jugendlichen auf Reisen gegangen zu sein. Ein damaliger Bodyguard erklärte: „Als ich mit ihm auf Tournee durch die USA war, schlief ich in einem Zimmer, während er sich mit seinen Jungs in seinem Zimmer aufhielt.“

Die Gruppe „The Hip-Hop Alliance“, an dessen Spitze Kurtis Blow steht, verfasste einen Nachruf auf Afrika Bambaataa, in dem dessen Einfluss gedacht wurde. Aber auch sie erkannten die schweren Vorwürfe gegen die Hiphop-Ikone an.

Statement von The Hip-Hop Alliance

„Heute gedenken wir dem Tod eines wegweisenden Wegbereiters der Hip-Hop-Kultur, Afrika Bambaataa. Als Gründer der Universal Zulu Nation trug Afrika Bambaataa maßgeblich dazu bei, die frühe Identität des Hip-Hop als globale Bewegung zu prägen, die auf Frieden, Einheit, Liebe und Freude basiert.

Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass sein Vermächtnis komplex ist und Gegenstand ernsthafter Diskussionen innerhalb unserer Community war. Als Organisation, die sich der Wahrheit, der Rechenschaftspflicht und der Bewahrung der Hip-Hop-Kultur verschrieben hat, halten wir es für wichtig, Raum für alle Stimmen zu schaffen und gleichzeitig weiterhin das zu fördern, was die Menschen stärkt und schützt.“

Hier seht ihr die Meldung

The Guardian