„Haut ihnen in die Zähne“ – Manuellsen erklärt wie Jugendliche mit Rassismus umgehen sollen

Manuellsen mit drastischer Botschaft an Jugendliche

In einem neuen Interview formuliert Manuellsen drastische Ratschläge für Jugendliche, die rassistisch angegriffen werden. Er richtet sich direkt an Betroffene und sagt: „An die Jugendlichen, wenn ihr angegriffen werdet, haut ihnen in die Zähne.“ Der Ruhrpott-Rapper macht damit deutlich, wie entschieden er auf Übergriffe reagieren würde.

Zunächst fordert er eine klare verbale Grenze gegenüber Tätern ein: „Wenn jemand auf deiner Hautfarbe, wenn jemand diskriminieren will oder reduzieren will auf deiner Hautfarbe, warn ihn einmal, sag ihm, dass es falsch ist.“ Seine Aussage zielt darauf ab, rassistische Entgleisungen unmissverständlich zu benennen und nicht zu relativieren.

Besonders wendet er sich an schwarze Frauen und Hijabi-Frauen, die aufgrund äußerlicher Merkmale oft zuerst ins Visier geraten. Er rät zu konsequenter Selbstbehauptung und empfiehlt, Konfliktsituationen trainiert zu begegnen - etwa durch Kurse in Boxen, Krav Maga oder anderen Selbstverteidigungsstilen. Der Tenor: Vorbereitung soll Sicherheit geben, wenn es zu Anfeindungen kommt.

Kontext, Kontroverse und die laufende Debatte

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Manuellsen verstärkt Zielscheibe von Online-Hass und realen Provokationen ist. In den letzten Wochen wurde seine Adresse geleakt, es kam zu Belästigungen an der Haustür und sogar zu einem falschen Notruf. Vor diesem Hintergrund versteht der Rapper seine Botschaft als Schutz-Appell an Menschen, die regelmäßig Diskriminierung erfahren.

Neben körperlichem Training betont Manuellsen die mentale Vorbereitung auf Stresslagen. Er plädiert dafür, Grenzen zu ziehen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Für Befürworter ist das ein Aufruf zur Selbstbehauptung. Kritiker sehen die Gefahr, dass konfrontative Formulierungen Konflikte weiter anheizen und zu riskanten Reaktionen führen.

Am Ende setzt Manuellsen auf eine Sprache der Unmissverständlichkeit: „Du musst auf der Sprache antworten, auf die du angesprochen wirst.“ Die Debatte über sinnvolle Wege im Umgang mit Rassismus dürfte damit neuen Schub erhalten. Zwischen Präventionsarbeit, Community-Solidarität und rechtlichen Schritten gegen Täter wird die Frage nach wirksamem Schutz und verantwortungsvollem Verhalten erneut breit diskutiert.