‚Früher haben sie mich ausgelacht deswegen, jetzt machen es alle nach‘ – Kianush teilt gegen die Rapszene aus

Kianush rechnet mit der Szene ab

Im neuesten Livestream teilt Kianush deutlich gegen die Rapszene aus. Der 38-Jährige erinnert daran, wie er für seine frühen Streaming-Versuche belächelt wurde und beobachtet nun, dass immer mehr Rapper auf Twitch auftauchen. Sein Fazit: Der Wechsel in die Streaming-Welt sei für viele ein reiner Opportunismus-Move.

Dabei schildert er, wie stark der Gegenwind zum Start war. „Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu streamen, haben alle gesagt so, es macht deine Personality als Künstler kaputt. Du bist nicht mehr unantastbar für die Leute, ich schwöre dir.“ Weiter führt er aus, dass man ihm vom Streaming abgeraten habe: „Als ich gestreamt habe, haben die gesagt, mach das nicht. Deine Dings geht kaputt, dein Rapper-Status.“ Für Kianush sei diese Sichtweise unreif gewesen.

Heute sieht er sich bestätigt und kritisiert die neue Streaming-Welle scharf. „Früher haben sie mich ausgelacht mit, guck mal, der geht streamen. Der streamt auf Twitch. Digga, die hatten gar keine Ahnung.“ Den Beweggrund vieler Kollegen beschreibt er klar: „Jetzt kommen sie erst alle rüber, weil Musik kein Geld mehr bringt. Die sind nur da, wo Geld ist.“ Und zur Reichweitenjagd sagt er: „Die müssen sich immer 100.000 Leute einladen in ihren Streams, damit überhaupt was an Interesse rüberkommt.“

“Wer zuletzt lacht, lacht am besten”

Kianush stellt heraus, dass sein Kanal sich längst etabliert hat. „Und jetzt sind wir hier schon lange etabliert, haben einen guten Vorsprung.“ Er sieht darin den Beweis, dass Konsequenz im Streaming sich auszahlt, während andere erst jetzt nachziehen. Die anfängliche Häme habe sich aus seiner Sicht in Anerkennung verwandelt.

Inhaltlich passt seine Ansage zu früheren Aussagen über Marktmechaniken und Reichweiten-Druck. Bereits in Streams thematisierte er künstlich gepushte Zahlen und die wirtschaftliche Unsicherheit im Musikgeschäft. Seiner Meinung nach zwingt die finanzielle Lage viele Artists zu neuen Einnahmequellen und Experimenten auf Live-Plattformen.

Trotz aller Kritik sendet Kianush am Ende ein ambivalentes, aber offenes Signal an die Konkurrenz. „Hauptsache aber früher lachen und heute selber, genau, selber, ist schon crazy, Alter.“ Zugleich heißt er neue Streamer willkommen und schließt mit einer deutlichen Pointe: „Aber ich finde es gut, dass sie den Weg auf Twitch gefunden haben. Und man kann nur sagen, wer zuletzt lacht, lacht am besten. Herzlich willkommen.“