Nach politischem Statement – Tausende Fans fordern Abschiebung von Nicki Minaj

Petition nach politischem Statement sorgt für Eskalation

Nach einem umstrittenen Auftritt bei einer konservativen Veranstaltung gerät Nicki Minaj massiv unter Druck. In sozialen Netzwerken trendet die Forderung nach ihrer Abschiebung aus den USA. Parallel dazu kursiert eine Petition, die die US-Einwanderungsbehörde auffordert, den Aufenthaltsstatus der Rapperin zu überprüfen.

Auslöser der Empörung sind Aussagen, die viele als politisches Statement deuten. Minaj klagte auf der Bühne: „Wir dürfen keine eigene Meinung mehr haben. Wir dürfen nicht mehr laut denken.“ Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch den Satz: „Jungs sind eben Jungs, und daran ist nichts auszusetzen.“ Vor allem Stimmen aus der LGBTQ-Community kritisierten diese Worte scharf.

Die Petition wirft Minaj vor, überholte und schädliche Ansichten zu verbreiten und ihre Reichweite unverantwortlich einzusetzen. Inzwischen haben über 91.000 Menschen unterschrieben. Darin heißt es weiter: „Ihre öffentliche Plattform bringt Gewicht und Verantwortung mit sich, und ihre jüngsten Äußerungen stehen in krassem Gegensatz zu der Solidarität, die sie einst zeigte. Viele fühlen sich dadurch enttäuscht und desillusioniert.“

Alte Positionen im neuen Licht und ausstehende Reaktionen

Die aktuelle Entwicklung trifft auf eine Biografie, die lange als Beispiel für Empowerment gelesen wurde. 2018, zur Hochphase der Debatte über Trumps Grenzpolitik, erinnerte Minaj an ihre eigene Einwanderungsgeschichte und schrieb, sie sei als Fünfjährige „eine illegale Immigrantin“ gewesen. Damals appellierte sie: „Das ist so schrecklich. Bitte haltet ihn auf. Kannst du dir vorstellen, wie viel Terror und Panik diese Kinder gerade empfinden? Was sie durchmachen? … Sie wissen nicht, ob ihre Eltern tot oder lebendig sind oder sie jemals wiedersehen werden.“

Der politische Kontext blieb nicht ohne Widerhall. US-Senator Jeff Merkley sagte zu den damaligen Familien-Trennungen, die Trump-Administration füge Kindern gezielt Schaden zu. Solche Erinnerungen stehen nun neben den jüngsten Aussagen der Künstlerin und verschärfen die Dynamik der Debatte.

USA TODAY bat Minajs Management um Stellungnahme, bislang ohne Antwort. Klar ist: Die Petition, die Social-Media-Wellen und die mediale Aufmerksamkeit erhöhen den Druck. Ob Minaj auf die Kritik eingeht, könnte entscheiden, wie sich ihr Verhältnis zu Fans und Öffentlichkeit entwickelt.

 

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