Bushido gewinnt vor Gericht: Arafat Abou-Chaker muss Millionensumme zurückzahlen
Arafat vs. Bushido
Das nächste Gerichtsverfahren zwischen Bushido und seinem ehemaligen Manager und Trauzeugen Arafat Abou-Chaker wurde beendet. Vor wenigen Stunden fiel das Urteil im Berufungsprozess und zementierte das Ergebnis: Ein glücklicher Ausgang für Bushido und eine Millionenforderung an Arafat, die nun beglichen werden muss.
1,78 Millionen Euro
Konkret ging es um die Management-Tätigkeit, sowie eine gemeinsame GbR von Arafat für Bushido. Hier erkannte das Kammergericht Berlin die GbR zwischen den beiden nicht an und bezeichnete diese als „sittenwidrig“. Auch der Management-Vertrag, wonach Arafat mit 30% an den Einnahmen von Bushido beteiligt worden ist, wurde als „sittenwidrige Knebelung“ bezeichnet.
Als Folge dieses Urteils muss Arafat nun etwaige Forderungen an Bushido einstellen und stattdessen selbst seinen Anteil an den Einnahmen des Rappers zurückzahlen. Für die Jahre 2016 bis 2018 muss er insgesamt 1.780.805,59 Euro, zzgl. Zinsen an Bushido zurückgeben.
Bushido gewinnt Millionenprozess gegen Arafat

Vorherige Gerichtsprozesse
Es ist bei weitem nicht der einzige Prozess, in dem Bushido und Arafat eine tragende Rolle spielten. Der spektakuläre Zivilprozess zwischen den beiden ging bekanntermaßen ohne Verurteilung der Abou-Chaker-Brüder aus. Wegen illegaler Tonaufnahmen musste Arafat 81.000 Euro blechen. Die geforderte Haftstrafe wegen Freiheitsberaubung und versuchter Erpressung kam trotz 114 Verhandlungstagen jedoch nicht zustande.
Einen weiteren Gerichtsprozess konnte Arafat klar gewinnen. Bushido warf ihm vor, Urkunden gefälscht und Geld von einem gemeinsamen Geschäftskonto veruntreut zu haben. Hier wurde der Rapper der Falschaussage überführt und der Prozess für seinen Ex-Manager und Geschäftspartner entschieden.
Der vielleicht wichtigste Gerichtsprozess ging jedoch Pro-Bushido aus. Im Immobilien-Prozess um eine riesige Anlage in Berlin-Rüdersdorf bekam Bushido nicht nur Recht, ihm wurden die 80 Wohnungen im Wert von 7 bis 8 Millionen Euro vollständig zugesprochen. Nach sechseinhalb Jahren Verfahren sprach der 47-Jährige davon, dass das Urteil „wie ein Lottogewinn“ gewesen sei.
