Nein, Lil Wayne hat kein kostenloses Krankenhaus für Obdachlose eröffnet
Lil Wayne’s Krankenhaus
In den vergangenen paar Tagen dürfte der ein oder andere vermutlich auf Posts gestoßen sein, in denen die folgende Behauptung aufgestellt wird: US-Rapper Lil Wayne soll das erste „kostenlose Krankenhaus für Obdachlose“ eröffnet haben. Mit dazu werden Bilder der vermeintlichen Klinik geliefert.
Die Meldung wird vor allem gesichtslosen Social Media Pages verbreitet, die vermeintliche „Fakten“ teilen, wurde zum Teil aber auch von halbwegs etablierten Rapmedien wie RapseaTV oder dem Lokalmedium Atlanta Rap aufgegriffen. Mit Bezug auf „lokale Gesundheitsorganisationen“ lieferte Rapsea auch eine Liste an Angeboten, die das Krankenhaus kostenlos abdecken solle:
„Die Klinik bietet kostenlose medizinische Grundversorgung, psychologische Betreuung und grundlegende medizinische Leistungen an, um Hindernisse zu beseitigen, die benachteiligte Bevölkerungsgruppen oft davon abhalten, sich behandeln zu lassen.“
Fake
So schön ein kostenloses Krankenhaus für Bedürftige auch wäre, ist die Meldung leider vollständig fake. Es gibt keine kredibile Quelle dafür, dass Lil Wayne ein Krankenhaus eröffnet haben soll. Die Idee ansich, ein Projekt einer solchen Größenordnung als Rapper zu realisieren, sollte eigentlich schon abwegig genug sein, um die Story zu hinterfragen.
Viele ahnungslose Betrachter scheinen sich durch die Fake-Meldung aber überzeugen zu lassen. Inzwischen gibt es Dutzende, nahezu identische Beiträge dieser Art, die teils Zehntausende Likes und Millionenreichweiten aufweisen. Auch dass Lil Wayne auf einigen der geteilten Fotos zuviele Finger hat, scheint vielen Betrachtern entgangen zu sein.
Philanthropie
Lil Wayne ist allgemein als großzügig bekannt und hat über die Jahre einige positive Dinge geleistet. So verteilt er jedes Jahr kostenlose Truthähne zu Thanksgiving, spielte Benefizkonzerte für unterschiedliche Zwecke und eröffnete 2012 einen Skatepark in New Orleans. Ein Krankenhaus gehört jedoch nicht zu der Liste an guten Taten des Rappers.
Einer von vielen Fake-Berichte
