Arafat Abou Chaker reagiert erstmals auf Prozessniederlage gegen Bushido
Arafats erste Reaktion im Livestream
Im aktuellen Livestream hat Arafat Abou-Chaker erstmals auf seine Prozessniederlage gegen Bushido reagiert. Er betonte, dass das Urteil aus seiner Sicht noch nicht endgültig sei: „Nein, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Gegen das Urteil kann man noch vorgehen.“ Damit kündigt er an, weitere rechtliche Schritte zu prüfen. Sein Fokus lag auf der Darstellung der gemeinsamen Vergangenheit und der Zusammenarbeit seit 2004.
Arafat widersprach dem Vorwurf, er habe Bushido über einen Management-Vertrag unzulässig gebunden. Wörtlich erklärte er: „Ich habe noch nie eine Rechnung, noch nie eine Rechnung geschrieben, wo drin steht: laut Management-Vertrag.“ Zudem kritisierte er, dass das Gericht angebotene Zeugen und Dokumente nicht berücksichtigt habe. Aus seiner Sicht seien Notar, Anwälte und frühere Mitarbeiter bereit gewesen auszusagen.
Im Livestream ging Arafat auch auf die öffentliche Wahrnehmung ein und warf Bushido massive Rufschädigung vor. Er verwies auf den Freispruch im Strafverfahren und erklärte: „Deswegen wurde ich freigesprochen.“ Zugleich erinnerte er daran, wie eng er die Karriere des Rappers begleitet habe und nannte AK Ausserkontrolle und Samra als Beispiele für Künstler, um die er sich gekümmert habe.
Einordnung und Reaktionen aus der Szene
Juristisch steht dem die Entscheidung des Kammergerichts Berlin gegenüber, die die vertragliche Zusammenarbeit als sittenwidrig wertete und Arafat zur Rückzahlung von 1,78 Millionen Euro für 2016 bis 2018 verpflichtete. Diese Entscheidung war die jüngste in einer langen Reihe von Verfahren seit 2018. Arafat stellt jedoch heraus, dass die Sache für ihn noch nicht abgeschlossen sei.
Seine Darstellung deckt sich in Teilen mit Erzählungen früherer EGJ-Künstler. In der Vergangenheit wurde berichtet, dass viele vor allem mit Arafat zusammenarbeiteten und Bushido seltener persönlich involviert gewesen sei. AK Ausserkontrolle sagte 2021 vor Gericht: „Ich habe die Details meines Künstlervertrags mit Arafat Abou-Chaker besprochen. Bushido kam später dazu - und ich habe dann bei ihm unterschrieben.“
Auch bei der großen EGJ-Trennung positionierten sich die meisten Rapper auf Arafats Seite, während lediglich Samra bei Bushido blieb. Mit der jetzigen Livestream-Reaktion hat Arafat seine Sicht der Dinge erneut bekräftigt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob er gegen das Urteil Rechtsmittel einlegt und ob weitere Belege oder Zeugenaussagen in möglichen Folgeverfahren Gehör finden.
