‚Bushido brauchte Arafat als Schutz vor mir‘ – Fler teilt gegen Bushido aus

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Flers harte Ansagen im neuen Livestream

Im neuen Livestream legt Fler mit scharfen Aussagen gegen Bushido nach. Der Berliner Rapper behauptet, Bushidos künstlerische Freiheit habe maßgeblich von Arafat Abou-Chaker abgehangen: „Arafat hat Bushido den Freifahrtschein gegeben, zu sagen und zu rappen, was er will.“ Aus Flers Sicht hat sich Bushidos Position nach der Trennung von Arafat grundlegend verändert.

Besonders deutlich wird Fler, wenn er Bushidos heutige Situation beschreibt: „An dem Tag, wo Arafat von Bushido weg war, konnte er nicht mehr rappen, was er will. Er kann immer noch so tun, aber nur mit Polizei.“ Er stellt Bushidos Standing im Rap in Frage und setzt dessen öffentliche Auftritte mit Schutz durch Behörden in Verbindung.

Fler richtet seine Ansage explizit auch an die Szene: „Oder er kann sich verstecken, aber gegen so einen wie mich.“ Der 43-Jährige zeichnet sich selbst als Gegner, gegen den Bushido ohne Arafat nicht bestehen könne. Inhaltlich knüpft das an Flers bisherigen Kurs an, in dem er immer wieder die Härte der Szene und persönliche Rivalitäten betont.

Arafat-Rolle und laufende Konflikte

Im Fokus steht die Frage, wofür Bushido Arafat gebraucht habe. Fler behauptet: „weil Bushido braucht den Arafat gegen andere Großfamilien. […] Nein, er braucht den für mich! Er braucht den für Sido. Er braucht den für Savas. Er braucht den für Haftbefehl. Er braucht den für Azad.“ Damit verortet Fler den Einfluss von Arafat mitten im Rap-Kosmos.

Auch künstlerisch spart Fler nicht mit Kritik: „Weil der kann nicht besonders gut rappen. Der hat keine Power. […] Der braucht einen guten Ghostwriter.“ Zusätzlich stellt er Bushidos mentale Stärke in Frage und verweist auf dessen lange Zusammenarbeit mit Arafat: „Das ist wie, Digga, du hast zehn Jahre, bist du nicht auf eigenen Füßen gegangen.“

Zum Schluss unterstreicht Fler seine eigene Schlagkraft mit einem Seitenhieb: „Ich hab einen Song gemacht, der war weg. Einen Song nur.“ Die Aussagen fallen in eine Phase erhöhter Spannungen rund um Fler, Arafat und weitere Akteure der Szene, über die in den letzten Tagen bereits intensiv berichtet wurde.