Manuellsen verrät, wie der Hate gegen ihn angefangen hat

Wie der Hate laut Manuellsen seinen Anfang nahm

Im neuen Interview erklärt Manuellsen, wo aus seiner Sicht die Welle aus Memes und Spott im Netz losging. Er verweist auf eine frühe, stark diskutierte Szene und sagt: „Hat halt angefangen mit diesen drei Backpfeifen-Dingen. Ich glaube, das war das ausschlaggebendste.“ Genau diese Passage sei zur Vorlage für Memes geworden und habe die Dynamik befeuert: „Drei Backpfeifen und ‚Lüge, Lüge, Lüge‘ und diese Sachen. Und das war halt der Startschuss für den ganzen Scheiß.“

Gleichzeitig ordnet der Ruhrpott-Rapper seinen Sprachstil ein. Sein Tonfall sei für Außenstehende oft Unterhaltung, für ihn jedoch normaler Umgang: „Aber meines Erachtens nach habe ich eigentlich ganz normal geredet, so wie ich halt schon immer geredet habe.“ Damit knüpft er an Entwicklungen an, die wir bereits aus den vergangenen Monaten kennen: Sein Bild kursiert auf Tiktok in unzähligen Edits, Reaktionen und KI-Videos, die das Narrativ weitertragen.

Inhaltlich passt das zu seiner zuletzt betonten Linie: mehr Distanz zu hitzigen Online-Debatten und Fokus auf eigene Projekte. Schon im Januar und Februar zielte er darauf ab, Social Media gezielter zu nutzen und Themen nicht künstlich zu verlängern. Die Meme-Kultur bleibt dennoch ein ständiger Begleiter, der die Wahrnehmung seiner Aussagen prägt.

Sein Umgang mit Anfeindungen und klare Grenzen

Auf die Frage, ab wann es ihm zu viel wurde, beschreibt Manuellsen einen langfristigen Prozess. Er spricht von zwei Wegen, mit der Last umzugehen: „Entweder erlegst du diese Sache dann mental oder irgendwann findest du dich einfach damit ab.“ Einen persönlichen Maßstab formuliert er so: „Solange ich, wenn die Kamera aus ist oder das Internet weg ist, solange ich über die Straße laufe und diese Probleme nicht habe (…) dann ist das für mich okay.“

Warum Hater schreiben, erklärt er mit Gruppendruck und dem Bedürfnis, dazuzugehören. Er schildert, dass besonders Kommentare, die seine Person abwerten, immer wieder auftauchen. Solche Beiträge seien Beispiel dafür, wie Online-Dynamiken entgleisen. Auf der Straße hingegen bleibe es laut ihm ruhig.

Auch das Thema Doxxing kam zur Sprache. Seine Adresse sei durch eigenes Verschulden geleakt worden, wozu er auf Twitch Stellung bezogen habe. Er macht deutlich, dass vor seiner Haustür eine rote Linie verläuft. Im Netz blendet er vieles aus, blockiert Accounts und versucht, den Fokus auf Musik, Sport und Projekte zu richten.