„Bei Shindy läuft nicht“ – Fler packt über Musikgeschäft in Deutschland aus

Fler erklärt im Livestream die Krise im Deutschrap

Im neuen Livestream spricht Fler offen über die Lage des Musikgeschäfts in Deutschland. Er betont, dass sein musikalischer Output aktuell hinter früheren Erfolgsphasen zurückbleibt. Wörtlich stellt er klar: „es läuft bei mir [musikalisch] nicht. Es läuft bei mir nicht. Läuft nicht wie zu Vibe-Zeiten, läuft nicht wie zu Keiner-kommt-klar-mit-mir-Zeiten, läuft nicht zu Flizzy-Zeit, läuft gar nicht.“ Gleichzeitig hebt er hervor, dass sich seine finanzielle Situation durch neue Geschäftsmodelle verbessert habe: „Finanziell läuft es jetzt viel besser als früher.[Casino Deals]“

Über die gesamte Szene zeichnet Fler ein düsteres Bild. Er behauptet: „bei keinem läuft. Bei keinem läuft.“ Ausnahmen sieht er im Live-Sektor und nennt Namen: Bonez MC spielt noch ein paar gute Konzerte. Luciano spielt ein paar gute Konzerte. Apache, es gibt noch ein paar Leute, die haben so Live-Business und so.“ Besonders deutlich wird er bei Shindy: „Bei Shindy läuft nicht, Bruder!“ und das, obwohl er der Meinung ist, dass Shindy musikalisch ein „Motherf*cker“ sei.

Fler verbindet seine Kritik mit einem Appell an Ehrlichkeit in der Industrie. Er fordert, Missstände zu benennen und aktiv gegenzusteuern. Aus seiner Sicht fehlt es aktuell an klaren Entscheidungen und an echten Impulsen, die das System verändern könnten.

Deals, Druck und Fronten zwischen Rap und Streaming

Ein Kernpunkt seines Rants: Die Label- und Deal-Landschaft. Fler beschreibt einen ausgetrockneten Markt: „‚öh Fler, du kriegst kein Deal‘. Keiner kriegt einen Deal!!!! Keiner!!!“ Er habe sich deshalb aus Deutschland zurückgezogen, nachdem er die Entwicklung zwei Jahre lang beobachtet habe.

Schwere Vorwürfe richtet er an Reaktoren und bekannte Streamer. Er fragt nach ihrem Beitrag zur Kultur und grenzt sich ab: „Warum? Ihr seid nur die, die irgendwo sitzen und über uns reden.“ In diesem Kontext kritisiert er namentlich MontanaBlack und KuchenTV und verweist auf die ungleichen Rollen im öffentlichen Diskurs.

Zum Schluss begründet Fler seine eigene Online-Präsenz und die Härte seiner Worte mit mangelnder Greifbarkeit der Gegenseite: „der einzige Grund, warum ich überhaupt ins Internet gehe und über Leute, wie ich über euch rede, ist, weil man euch nicht greifen kann.“ Sein Fazit: Die Branche stehe unter Druck, Live-Geschäft funktioniere für wenige, und ohne ehrliche Ansagen werde sich wenig ändern.