Im Stream von Rohat – Manuellsen wird erneut rassistisch beleidigt
Manuellsen
Manuellsen wird bereits seit Jahren zum Ziel von rassistischen Anfeindungen gemacht. Insbesondere auf Tiktok hat der offene Rassismus gegen den Rapper zuletzt ein widerliches Ausmaß angenommen, befeuert durch einen Tiktoker, der Manuellsen wiederholt als „Schokobon“ oder „Schokoellsen“ bezeichnete.
Oftmals werden die rassistischen Beleidigungen gegen den Rapper so formuliert, dass sie als Witz verharmlost werden können. Letztendlich bleiben sie trotz aller Beschwichtigungsversuche eine rassistische Provokation, die klar als solche benannt werden muss.
Rohat
Etwas ähnliches hat sich nun im Livestream von Rohat zugetragen, bei dem auch Ali Bumaye dabei gewesen ist. Ein Besucher des Streams verglich Manuellsen dort mit dem „Koch aus South Park“ und meinte, dieser würde ihm ähnlich sehen. Rohat und sein Streamkollege empfanden diesen Spruch ganz offensichtlich als extrem witzig.
Ali Bumaye erklärt, dass man sich diesen Witz „in den Arsch stecken“ solle. Trotzdem versuchen Rohat und sein Gesprächspartner, den Spruch mit einem klassischen Strohmannargument noch irgendwie als „nicht rassistisch“ zu verargumentieren.
Trotzdem wird wieder einmal die Hautfarbe von Manuellsen als Grundlage für einen „Witz“ genommen. Zumal sich dieser vermeintliche Witz in eine ganze Reihe von rassistischen Angriffen einreiht, die dem Rapper in den letzten Monaten widerfahren sind. Dass gerade in dieser Situation Haltung gegen Rassismis gezeigt werden sollte und dass auch Manuellsen ein echter Mensch mit Gefühlen ist, ist Rohat und seinem Gesprächspartner anscheinend nicht bewusst.
„Kindergarten“
Manuellsen hat ebenfalls bereits auf die Situation reagiert und sich enttäuscht darüber gezeigt, wie wenig Solidarität er in der Öffentlichkeit erfährt. Der 47-Jährige setzt sich seit Jahrzehnten für Völkerverständigung ein, fühlt sich aber alleingelassen wenn er selbst aufgrund seiner Hautfarbe angegriffen wird. Bei Rassismus gibt es keine zwei Meinungen. Dass Manuellsen in dieser Sache dennoch fast allein dasteht, ist schlicht traurig.

