Kurz vor seinem Tod – Tupac sollte bei Star Wars Episode 1 als Jedi-Meister mitspielen

Tupac und die geheime Star-Wars-Chance

In einer der überraschendsten What-if-Geschichten Hollywoods tauchte ein Detail auf, das Rap- und Filmfans elektrisiert: Tupac Shakur stand Mitte der 90er für Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung im Gespräch. Nach Angaben von Rick Clifford, einst Chef-Toningenieur bei Death Row Records, erzählte Tupac von einem anstehenden Treffen mit George Lucas. Die Rolle: Mace Windu.

Clifford zufolge war Tupac für jenen Part im Gespräch, den am Ende Samuel L. Jackson übernahm. Eine Fußnote: Beide standen bereits 1992 im Film Juice gemeinsam vor der Kamera. Die Castings für Episode I liefen um 1995 und 1996, also in jener Phase, in der Tupac als Superstar zwischen Studio, Filmset und Tour pendelte.

Im September 1996 wurde Tupac in Las Vegas angeschossen und verstarb wenige Tage später. Die Dreharbeiten zu Episode I starteten 1997. Hätte er gelebt, hätte ein damals Mitte-20-jähriger Tupac als Mace Windu eine andere, jüngere Jedi-Interpretation verkörpert - ein Casting, das die Popkultur verändert hätte.

Was das fast-Casting über Hollywood verrät

Für George Lucas war es üblich, frische Gesichter oder unverbrauchte Talente in Schlüsselrollen zu besetzen. Hier passt die Idee, Tupac Shakur für Mace Windu zu testen. Als charismatischer Entertainer mit Bühnenerfahrung und ersten Filmrollen brachte er Präsenz, Timing und eine markante Stimme mit - Qualitäten, die einem Jedi-Meister Glaubwürdigkeit verleihen.

Dass am Ende Samuel L. Jackson die Figur prägte, gab Mace Windu eine autoritative Note. Ein jüngerer Tupac hätte andere Nuancen gesetzt: mehr Impulsivität, Streetwise Energie, eine schärfere Kante in den Szenen des Jedi-Rats. So wird sichtbar, wie knapp Popgeschichte manchmal an anderen Verläufen vorbeischrammt.

Für die Hip-Hop-Kultur bleibt der Gedanke bewegend. Tupac Shakur war 1996 auf einem künstlerischen Höhepunkt und gleichzeitig im Zentrum einer turbulenten Ära rund um Death Row Records. Ein Auftritt in Star Wars: Episode I hätte seine Filmkarriere weiter befeuert und eine Brücke zwischen Rap und einem der größten Filmfranchises geschlagen.