„scheiß Rapszene mit der ich nichts mehr zu tun haben möchte“ – Bushido verabschiedet sich live in Berlin

Bushidos emotionaler Abschied in Berlin

Bushido hat sich in Berlin mit einer deutlichen Botschaft von der Rap-Szene verabschiedet. Während seines Konzerts in der Uber-Arena richtete er eine längere Abschiedsrede an die Fans im Saal. Darin betonte der 47-Jährige sein Karriereende und distanzierte sich klar von der Szene, die ihn über Jahrzehnte begleitet hat.

Er blickte dabei auf fast drei Jahrzehnte im Musikgeschäft zurück, sprach über Höhen und Tiefen und die schwierigen letzten Jahre. Wörtlich erklärte er: „Ich weiß, dass wir schätzen, weil ich mich dran erinnere, 28 Jahre Musikkarriere. Ich hatte viele Höhen, viele Tiefen. Die letzten Jahre waren sehr, sehr schwierig.“ Gleichzeitig schilderte er, wie sich sein Fokus zunehmend auf die Familie verlagert hat.

Besonders berührend wurde es, als Bushido seinen Sohn im Publikum erwähnte: „Wenn ich jetzt hier meinen Sohn sehe, der hier sitzt, so, dann hat sich alles gelohnt.“ An seine Fans gewandt, setzte er einen klaren Strich unter die Szene: „Ihr seid ausgenommen von dieser scheiß Rapszene, mit der ich nichts mehr zu tun haben möchte.“ Damit machte er die Trennung zwischen Fans, Crew und dem Geschäft hinter der Musik deutlich.

Karriereende und der Blick nach vorn

In den letzten Wochen hatte sich bereits angedeutet, dass Bushido an einem Wendepunkt steht. Sein angekündigtes letztes Soloalbum wurde kurzfristig verschoben. Zudem wurde das Hamburg-Konzert gestrichen, jedoch behielten die Tickets auch für den Zusatztermin in Berlin ihre Gültigkeit. Vor diesem Hintergrund wirkte die Ansage in der Uber Arena wie ein endgültiger Schlussstrich.

Bushido formulierte sein Karriereende unmissverständlich: „Deswegen nehmt es nicht persönlich, wenn ich sage, dass ich am Ende meiner Karriere angekommen bin.“ Gleichzeitig erklärte er, wie schwer ihm der Abschied von seinen Fans fällt: „Ihr seid der einzige Grund, warum ich traurig bin. Ansonsten freue ich mich natürlich sehr auf die Rente.“ Damit markierte er das Ende einer Ära im Deutschrap.

Zum Abschluss dankte er allen Unterstützern auf und hinter der Bühne sowie dem Publikum für 28 Jahre Loyalität. Dann kündigte er die finale musikalische Phase des Abends an: „Und jetzt machen wir noch mal ein bisschen Musik und dann heißt es, auf Wiedersehen und alles Gute.“ Ein Abschied mit klaren Worten - und einer letzten großen Geste an seine Fans.