„Arbeitsverweigerung auf Beat“ – Autorin rechnet wegen Albumverschiebung mit Bushido ab

Bushido

Aktuell steht Bushido in der Kritik, das Release des letzten Soloalbums seiner Karriere in den Sand gesetzt zu haben. Seit knapp einem halben Jahr war bekannt, dass der 47-Jährige am 27. Februar 2026 sein letztes Soloalbum veröffentlichen wollte. Der offizielle Promostart ist ihm dabei erstaunlich gut geglückt. Die Featuresingle „CCN“ hatte mit Lacazette ein echtes Überraschungsfeature aus der jungen Generation und konnte die Fans auch musikalisch durchaus überzeugen.

Keine Promo, teure Box, Album verschoben

Damit sind die positiven Aspekte seiner Promophase allerdings auch schon auserzählt. Seit dieser Single erschien lediglich ein weiterer Song, der aufgrund eines Copyright-Claims wieder offline ist. Zusätzlich dazu gingen die Deluxe-Versionen seiner Album-Box online, inklusive der maßlos überteuerten 2.000 Euro-Variante. Ohne den tatsächlichen Preis zu kennen, bewertete Sido den Inhalt und die VIP-Karten der Box mit 200 Euro.

Abseits davon geschah seit einigen Wochen absolut nichts mehr rundum die Box oder das Album, das bis heute nicht einmal einen Titel hat. Auch Bushido schien sich in dieser Zeit für alles zu interessieren, außer für das Album, das vor zwei Wochen hätte erscheinen soll.

So war es auch wenig überraschend, als er 2 Tage vor Release ankündigte, dass das Album sich auf unbestimmte Zei verschieben würde. Man habe einen Inhalt nicht rechtzeitig produzieren können. Dabei klang durch, dass die Produktion nicht einmal begonnen hat und es noch keinen Termin dafür gibt.

Den Krieg im Iran und die versperrten Seewege verwendete er dabei ebenfalls als Ausrede, offenbar unter dem Trugschluss, dass der Suez Kanal versperrt sei. Der Suez Kanal verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und befindet sich nicht im unmittelbaren Kriegsgebiet. Vom Krieg betroffen ist lediglich die Straße von Hormuz im Persischen Golf.

Keke van Steyn

Jetzt hat sich selbst eine bekannte deutsche Autorin zur Promophase von Bushido geäußert und einen Brandbrief darüber verfasst, wie schlecht die Handhabe seines Albumreleases ist. Die Autorin Keke van Steyn nutzt ihren Stift, um den Rapper und dessen Promophase in einer Art Disstext niederzumachen.

Auszug aus dem Text von Keke van Steyn

„Man stelle sich Folgendes vor: Du überweist fast 2.000 Euro für eine streng limitierte, vermutlich mit Einhornstaub gepuderte Deluxe-Box (VIP Bundle) des allerletzten, ultimativen, historisch bedeutenden Abschiedsalbums von Bushido. Ein Album, das am 27. Februar 2026 erscheinen sollte. Sollte. Und dann passiert… nichts.

Kein Albumtitel. Keine große Promo-Offensive. Kein Countdown. (…) In Interviews klang das Ganze ohnehin eher nach „Ich ziehe das jetzt noch durch“ als nach „Mein künstlerisches Vermächtnis“. Die letzten Monate seiner Karriere beschrieb er sinngemäß wie eine Pflichtaufgabe, die man halt erledigt, bevor man das Licht ausmacht. (…) Übersetzung ins Deutsche: Wir müssen erst noch anfangen. Dann produzieren. Dann liefern. Und irgendwann, vielleicht, erscheint auch Musik dazu.“

Der Text der Autorin