Wegen feministischer Texte – „SXTN-Nachfolgern“ Mariybu bei Konzert zusammengeschlagen

Das Thema Feminismus wird sowohl im Deutschrap, als auch gesamtgesellschaftlich seit vielen Jahren heiß diskutiert.  In den letzten Jahren ist ein regelrechter Kulturkampf um verschiedene Grundsatzfragen ausgebrochen, die mit dem Thema Feminismus zusammenhängen. Seien es allgemeine Frauenrechte, Abtreibung, Geschlechterrollen etc.

Mariybu

Für viele Menschen ist Feminismus – oder der Kampf dagegen – dermaßen emotional aufgeladen, dass sie sogar bereit sind, mit Gewalt darauf zu reagieren. Das musste die Rapperin Mariybu vor einiger Zeit schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Wie sie jetzt enthüllt, wurde sie wegen ihrer feministischen Inhalte auf der Bühne angegriffen.

Im WDR-Podcast „Machiavelli“ diskutiert die Rapperin, die von Juju kürzlich als inoffizielle „SXTN-Nachfolgerin“ gekürt worden ist, über das Thema Feminismus. Dabei erinnert sie sich an einen Vorfall auf dem Okja-Festival in Leipzig. Im Jahr 2022 stürmte ein Mann die Bühne, der ich an ihren feministischen Texten gestört hat. Noch bevor die Security eingreifen konnte, verpasste er Maribyu mehrere Schläge gegen den Schädel. Als er bei der Polizei aussagte, gab er an, von ihren Texten getriggert gewesen zu sein.

Angriff bei Festival-Auftritt

„Manchmal passiert was, zum Beispiel, ich wurde mal zusammengeschlagen auf einem Konzert, von einem Typen. Auf der Bühne. Und in dem Moment, danach, wenn ich dann etwas dagegen sage, bin ich plötzlich Feministin, nur weil sowas passiert ist.“

„Ich wollte nie wieder auf die Bühne“

„Es gibt Security, aber wenn dann jemand rausrennt, geht das super schnell. Der war auch nur paar Sekunden da, aber es waren trotzdem paar Schläge auf dem Kopf. Das war auf einem Konzert, Open Air. (…) Der meinte bei seiner Aussage bei der Polizei, dass meine Texte ihn getriggert haben.

(…) Ich wollte nie wieder auf die Bühne. Das war eine Tour und ich hatte noch 10 Konzerte vor mir. Und dann bin ich aufgestanden und dachte: Entweder geh ich jetzt auf die Bühne und mach die 10 Tage – oder ich geh nie wieder auf die Bühne.“

Auszug aus dem Podcast mit Mariybu