35.000€ an einem Tag – Deutschrapper Navy Westghost boykottiert Spotify und verdient jetzt 10x mehr Geld
Spotify
Bis vor einigen Jahren wirkte Spotify noch wie der Weg, wie Künstler wirklich das Geld bekommen, das ihnen auch zusteht. Bis vor etwa 15 Jahren standen die Reichweite und Hörerzahlen und die tatsächlichen Einnahmen, die Rapper in Deutschland erzielten, in keiner Relation zueinander. Rapper mit Millionen von Aufrufen waren auf CD-Verkäufe angewiesen, an denen sie zum Teil nur Centbeträge pro Einheit verdient haben.
Das damalige System hat vor allen Dingen den großen Plattenfirmen genutzt, die die Kontrolle darüber hatten, wer im CD-Regal steht und wessen Musik promotet wird. Dank Spotify schien sich dieses Machtverhältnis endlich zu verschieben. Künstler verdienen Geld, immer wenn jemand ihre Songs hört. Einige Rapper konnten dadurch bekanntlich schwerreich werden.
Navy Whestghost
Allerdings funktioniert dieses Modell nicht für alle. Denn Künstler, die damals mit ein paar Tausend verkauften Einheiten und einer kleinen, aber loyalen Fanbase ihren Lebensunterhalt finanzieren konnten, verdienen mit derselben Anzahl an Hörern nur wenige Euro. Aus diesem Grund hat ein deutscher Rapper nun eine kleine Revolution in Gang getreten.
Navy Westghost ist bereits seit über 10 Jahren Rapper und fällt genau in diese Kategorie an Künstlern. Seine Streamingzahlen sind nur ein Bruchteil dessen, mit dem genügend Geld zum Leben hätte. Trotzdem füllt er dieselben Hallen wie Rapper mit Hits über 100 Millionen Streams. Er verfügt über eine kleine Fanbase, die dafür aber umso aktiver ist und tatsächlich Geld für ihn ausgibt.
Spotify boykottiert
Das hat er sich bei seinem letzten Album „15 Minutes of Flame“ zu Nutze gemacht und diese nicht auf Spotify veröffentlicht. Selbst auf CDs hat er verzichtet und stattdessen ein völlig neues System eingeführt. Auf seiner eigenen Webseite verkauft er einen Schlüsselanhänger mit einem NFC-Chip darin. Diesen Chip können seine Fans für 15€ erwerben.
Damit gelangen sie über den NFC-Scanner in ihrem Handy zu seinem neuen Album, das er in Studioqualität anbieten kann und zukünftig mit weiteren Bonussongs updaten will, ohne dass seine Fans mehr bezahlen müssen. Gleichzeitig verdient er ganz direkt an seinen Albumverkäufen und hat schon am ersten Tag soviel Geld gemacht, wie an 10 Millionen Streams. Das ist deutlich mehr, als er in einem ganzen Jahr auf Spotify verdienen würde. Mit ein paar Tausend Verkäufen und einer erfolgreichen Tour kann er so von seiner Musik leben. Sollten andere Künstler diese Modell übernehmen?
Navy Westghost erklärt sein Geschäftsmodell
