„Ich identifiziere mich jetzt als Frau“ – Kianush ändert seinen Pass wegen der Wehrpflicht

Wehrdienst

Vor einigen Tagen ging ein Paragraph aus der neuen Wehrdienstverordnung durch die Medien und sorgte für Aufregung. Wirksam seit dem 1. Januar 2026, gilt die Regel, dass jeder Mann zwischen dem 17. und 45. Lebensjahr eine Genehmigung von der Bundeswehr einholen muss, sobald er das Land für mehr als 3 Monate verlassen möchte.

Nachdem diese Regelung öffentlich bekannt wurde, entbrannte eine Welle des Protests, u.a. angetrieben durch ein Statement von Finch. Er machte als einer der ersten Promis auf die Regelung aufmerksam und sorgte damit auch für eine Reaktion des Verteidigungsministers Boris Pistorius.

Der Verteidigungsminister reagierte auf die Kritik und kündigte an, den Paragraphen wieder entschärfen zu wollen. Zukünftig soll keine Genehmigung mehr eingeholt werden, wenn man für mehr als 90 Tage verreisen möchte.

Kianush

Trotzdem haben die wiedereingeführte Wehrpflicht und ein drohender Konflikt mit Russland dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen sehr ernsthafte Gedanken darüber machen, wie sie im Falle eines Krieges reagieren würden. Denn bei weitem nicht jeder wäre bereit, sein eigenes Leben im Kriegsfall zu riskieren.

Kianush hat für sich deshalb eine Strategie gefunden, wie er einer Wehrpflicht und einer möglichen Ausreisesperre entgehen könnte. Er will seinen Pass ändern und sich künftig als Frau identifizieren, um den Gesetzestext aus der Wehrverordnung so zu entgehen. Diese schreibt nämlich ausdrücklich vor, dass sie „alle Männer“ betrifft. Ist man im Reisepass als Frau eingetragen, könnte man schon längst ausreisen, bevor die Justiz auf diese Lücke reagiert hat.

Kianush will einen Pass ändern

„Ich, Kianush, identifiziere mich ab jetzt sofort als Frau und werde das auch in meinen Pass eintragen lassen. Weil dann Wehrdienst für mich freiwillig ist. Weil ich werde für solche Spackos bestimmt nicht irgendwie Rechenschaft schuldig sein, wenn ich nicht mehr hier sein will.

Als ob ich denen gehören würde. Verpflichtend. Das hab ich nicht unterschrieben, tut mir Leid Leute. So funktioniert das nicht. Ich finde, so funktioniert ein System nicht. So funktioniert auch keine Demokratie, so funktioniert auch kein Land. (…) Ich werde mich wahrscheinlich als Frau identifizieren, hab ich kein Problem mit. Ja, ich bin eine Frau.“

Hier seht ihr sein Statement