„So tot hab ich die Rapszene seit 2008 nicht mehr erlebt – keine Bewegung, nur Wiederholungen“
Deutschrap
Immer mehr Rapper und Fans äußerten in den vergangenen Wochen und Monaten das Gefühl, dass sie Deutschrap-Szene derzeit so langweilig und belanglos ist wie schon seit Jahren nicht mehr. Zur ganzen Wahrheit gehört dabei zwar auch, dass dieselben Aussagen seit mindestens 20 Jahren zu hören sind. Das Gefühl von sinkender kultureller Relevanz und weniger Langlebigkeit ist aber dennoch präsent.
Alleine in den letzten paar Tagen äußerten sowohl Farid Bang, als auch Azad ziemlich ähnliche Standpunkte bzgl. der aktuellen Deutschrap-Landschaft. Beide Rapper teilten mit, dass es auch Fan-Perspektive nur noch wenig gibt, was sie wirklich begeistern kann.
Wie man dieser Entwicklung entgegentreten kann, und ob das angesichts einer sich verändernder Gesellschaft und Technologie überhaupt möglich ist, bereitet vielen Musiker seit Jahren Kopfzerbrechen. Verweigert man sich, kann man schnell den Anschluss verloren. Geht man den Trend mit, wird die eigene Musik schnell zur Content-Maschinerie, die in den Sog von Tiktok, Spotify und Co. hineingezogen wird.
„Es wird Zeit für weniger“
Ein Deutschrapper hat nun erklärt, wie er dieser Entwicklung begegnen möchte und dafür sorgen will, dass Musik nicht mehr so schnelllebig ist. Wie Ismut in einem aktuellen Statement erklärt, steht die Deutschrapszene aus seiner Sicht still, beinahe so wie im die Jahre 2008 und 2009 herum. Was diese Woche released wird, ist nächste Woche schon vergessen:
„So tot hab ich die deutsche Musikszene seit 2008/09 nicht mehr erlebt. Keine Bewegung, keine neuen Wellen, nur Wiederholungen. Streams droppen bei allen… das sagt mehr als alles andere. Deutschrap ist übersättigt. (..,) Die Leute sind müde geworden. Musik wird konsumiert wie Fast Food. Heute released… nächste Woche vergessen.“
Seiner Ansicht nach hilft nur ein Mittel gegen diese Entwicklung: Weniger Musik releasen, dafür aber mit mehr Inhalt in Bedeutung: „So kann das nicht weitergehen. Musik war mal Kunst, heute ist es Content. Es wird Zeit für weniger… aber dafür wieder mit Bedeutung.“
Seine Lösung für das Problem

