Capital Bra spricht über Rückfälle: „Ab und zu gibt’s Ausrutscher“
Capital Bra
Seit Jahren macht Capital Bra aus seiner Suchterkrankung kein Geheimnis. Im Sommer sprach er in einem vielbeachteten Interview so offen über seinen Konsum wie kaum ein anderer deutscher Rapper, und erst vor wenigen Wochen räumte er ein, Tilidin inzwischen sogar auf Rezept zu bekommen. Ein Clip, der aktuell die Runde macht, liefert nun ein Update aus seinem eigenen Mund.
„Ob ich clean bin?“
Darin wird der Rapper direkt gefragt, ob er mittlerweile clean sei. Die Antwort fällt ehrlicher aus, als sie ausfallen müsste. Capital Bra windet sich nicht, sondern grenzt ein, was für ihn gerade gilt: „Nicht ganz, aber ja, also ich zieh kein Koks.“ Kokain ist für ihn damit vom Tisch, ein vollständiger Ausstieg allerdings noch nicht.
Statt die Sache schönzureden, geht er von sich aus einen Schritt weiter und benennt die Rückschläge selbst: „ab und zu gibt’s Ausrutscher, Leute. Ich will nichts verstecken.“ Genau diese Offenheit hat ihm in den vergangenen Monaten viel Respekt eingebracht, weil sie in einem Genre, das Schwäche selten zulässt, alles andere als selbstverständlich ist.
Versprechen
Eine Linie zieht Capital Bra dabei sehr deutlich. Die Ausrutscher passierten nach seiner Schilderung ausschließlich in bestimmten Situationen, niemals im Umfeld seiner Familie: „Ab und zu passiert, aber nicht, wenn ich mit meinen Kindern bin oder nicht, wenn ich mit meiner Familie unterwegs bin.“ Diese Klarstellung dürfte kein Zufall sein, nachdem Anna-Maria Ferchichi ihm im Juli öffentlich absprach, seinen Kindern gerecht zu werden, und er deutlich auf ihre Abrechnung reagierte.
Wo es dann doch passiert, umschreibt er nur vage. Es gehe um das Umfeld bestimmter Termine, die er nicht näher benennt: „So halt bei manchen komischen Veranstaltungen, sag ich mal.“ Der Rapper lässt damit offen, um welche Anlässe es sich handelt, macht aber klar, dass er die Situationen selbst als problematisch einordnet.
Zum Schluss wird aus dem Geständnis eine Kampfansage. Capital Bra stellt sich hinter sein eigenes Ziel und lässt keinen Zweifel daran, wie die Sache für ihn ausgehen soll: „Aber was soll ich machen? Ich kämpfe dagegen an und ich werde gewinnen, hundert Prozent.“ Auf den Zuspruch aus seiner Community antwortet er hörbar berührt und verspricht: „Ich gebe mir Mühe, ich gebe mir Mühe. Ich versuche, das Beste rauszuholen.“ Dass der Weg dorthin lang ist, hatte er zuletzt selbst eingeräumt, als er offenlegte, noch immer nicht clean zu sein.
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