Verdacht auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug – Unternehmer und Influencer Karl Ess (36) in U-Haft

Karl Ess

In den letzten paar Wochen wurde Karl Ess plötzlich Thema in der Rapbranche. Der 36-Jährige machte sich vor einigen Jahren einen Namen als Fitnessinfluencer und stieg dann auf Unternehmensberatung und Business-Coaching um.

Zuletzt fiel er jedoch immer weniger als Unternehmer, sondern viel eher als Internet-Troll auf, der sich zu alles und jedem äußert, um Reichweite zu generieren. Dabei geriet er vor kurzem auch mit Manuellsen aneinander und erklärt, dass man im Leben niemals etwas erreichen würde, wenn man so sprechen würde wie der Rapper. Auch zu Farid Bang hatte er sich geäußert.

Untersuchungshaft

Nun geht der Name von Karl Ess erneut durch die Medien. Grund dafür ist ein Haftbefehl des Amtsgerichts München, wegen dem der 36-Jährige jetzt in U-Haft sitzt. Ein Sprecher des Gerichts bestätigte die Festnahme gegenüber Welt: „Der Beschuldigte Karl Christian E. wurde aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts München festgenommen und befindet sich seitdem in Haft.“

Was dem Influencer und Unternehmer ganz konkret vorgeworfen wird, wollte das Gericht auf Anfrage von Welt und Business Insider nicht offenbaren. Bekannt ist nur, dass der „Verdacht auf gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ besteht. Das Strafmaß hierfür ist extrem weit gefächert und kann von Bewährung bis zu 10 Jahre Haft gehen. Ausschlaggebend ist die Schwere des mutmaßlichen Betrugs.

Auch wenn die genauen Vorwürfe in diesem Fall nicht konkret bekannt sind, erscheint Karl Ess generell als fragwürdige Figur und ruft seine Follower immer wieder dazu auf, ihm zu schreiben und Businesspläne mit ihm auszuarbeiten oder von ihm gecoacht zu werden.

Zuletzt bot er die Möglichkeit eines „10 Jahres-Plans“ an, bei dem er Followern anbot, ihn für Immobilien-Investitionen anzuschreiben und zu erfahren, wie man Steuererleichterungen bei solchen Investitionen bekommt. Demgegenüber steht er immer wieder in Verbindung zu insolventen Firmen und erteilte Tim Gabel erst vor wenigen Monaten eine Schuldanerkenntnis. Inwiefern er also tatsächlich ein gewiefter Unternehmer ist, lässt sich diskutieren.

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Welt.de