Anna-Maria Ferchichi über Deutschland: „Man kann nicht sagen, was man ernsthaft denkt, weil man dann zensiert wird“

Bushido & Anna-Maria

Bushido und Anna-Maria Ferchichi üben heftige Kritik an der deutschen Einwanderungspolitik und ihrer örtlichen Ausländerbehörde. In ihrem Podcast „Im Bett mit Anis und Anna-Maria Ferchichi“ schildert das Ehepaar, dass sie ihre Mitarbeiter aus Dubai nicht nach Deutschland mitnehmen konnten und ihre lokale Behörde ihnen keine Option darauf lässt, ihre Mitarbeiter ins Land zu holen.

„Eine Frechheit, ein Desaster“

Wie Bushido erklärt, wollten sie die Kindermädchen, die aus den Philippinen stammen und in Dubai für sie gearbeitet haben „offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen (…) wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten, alles an Lohnsteuer und Krankenkasse wäre abgeführt worden.“

Der 47-Jährige wollte Arbeitsplätze in Deutschland schaffen und setzte ich dafür in Verbindung mit seiner Ausländerbehörde. Seiner Ansicht nach habe der zuständige Sachbearbeiter aber jeden Vorschlag „abgeschmettert“ und es nicht zugelassen, dass man einen Weg findet: „Finde ich eine absolute Frechheit, Desaster. Ich will hier jetzt gar nicht irgendwelche politischen Reden schwingen. (…) Ich finde es wirklich eine riesengroße Schweinerei.“

„Man wird gecancelt“

Vor diesem Hintergrund fällt es Bushido und seiner Frau schwer, nicht auf das Große Ganze zu sprechen zu kommen. Denn aus ihrer Sicht würden andere Personen ungehindert ins Land kommen dürfen, während ihre Kindermädchen nicht einmal ein Touristenvisum erhalten.

Auch Anna-Maria hat ganz offensichtlich eine klare Meinung dazu, verkneift sich diese aber. Sie befürchtet, dass man sie canceln oder sogar zensieren würde, wenn sie das sagt, was sie tatsächlich denkt. Aus diesem Grund wollen sowohl sie, als auch Bushido, sobald sie irgendwann ihre Arbeit als öffentliche Personen beenden, ein großes Statement veröffentlichen und sämtliche Dinge ansprechen, die sie sich in ihrer aktuellen Situation nicht leisten können:

„Müsste man aber eigentlich mal. An dem Tag wo wir aufhören, öffentliche Arbeit zu machen. Man weiß, man wird gecancelt. Das ist halt leider einfach Fakt. Man kann leider nicht ernsthaft sagen, was man so denkt und was man auch vertritt. Weil man dann zensiert wird.“

Aus der Episode „Abschied von einem Stück Familienalltag“

RTL Plus

Hier seht ihr den Ausschnitt