„Hören Sie Ikkimel?“ - Bewerberin wird bei Jobinterview gefragt, ob sie Ikkimel hört
Unangenehme Frage im Bewerbungsgespräch
Ein Jobinterview kann an vielen Fragen scheitern - an einer Frage nach der eigenen Musik-Playlist rechnet aber vermutlich niemand. Genau das ist der Content-Creatorin Amina passiert, die ihre Erfahrung öffentlich geteilt hat. Mitten im Bewerbungsgespräch wollte die Personalseite plötzlich wissen, wie es um ihren Musikgeschmack steht.
Konkret gefragt wurde: „Hören Sie Ikkimel?“ Amina zögerte mit ihrer Antwort und entschied sich letztlich dafür, nicht offen Stellung zu beziehen. Ihre Reaktion beschreibt sie selbst so: „Der Name sagt mir etwas, aber ich will die Frage nicht beantworten.“
Nach eigenen Angaben hätte die Zurückhaltung sie den Job vermutlich nicht gekostet. Amina berichtet: „Ich hätte für die Stelle wahrscheinlich eine Zusage bekommen, bin darauf aber nicht weiter eingegangen, da ich noch andere Bewerbungen am Laufen hatte.“ Warum die Frage trotzdem hängen blieb, hat mit dem Ruf zu tun, den sich Ikkimel längst erarbeitet hat.
Warum ausgerechnet Ikkimel zum Politikum wird
Dass eine Frage nach einer Rapperin in einem Bewerbungsgespräch überhaupt zum Thema wird, zeigt, wie weit Ikkimels Bekanntheit inzwischen reicht. Die Berlinerin gilt als polarisierend und wird für ihre provokanten Texte zu Feminismus, Geschlechterrollen und Machtverhältnissen sowohl gefeiert als auch scharf kritisiert. Sie selbst positioniert sich politisch klar links - ein Umstand, der die Interviewfrage laut Berichten erst richtig brisant gemacht haben soll.
Eine Karriereexpertin ordnete den Vorfall im Anschluss ein und stellte klar, dass der Musikgeschmack einer Bewerberin für die fachliche Eignung schlicht irrelevant sei. Arbeitgeber dürften rechtlich ohnehin nur Daten erheben, die für die Beurteilung der Eignung auf die Stelle notwendig sind - Fragen zu Freizeitvorlieben würden dieses Kriterium nicht erfüllen.
Für Ikkimel selbst dürfte der Fall dennoch eine Randnotiz bleiben - zu viele Baustellen hat die Rapperin ohnehin schon zu bespielen, von öffentlichen Fehden bis zu TV-Auftritten, die für Diskussionen sorgen. Dass ihr Name jetzt sogar in Bewerbungsgesprächen als heikles Stichwort gilt, unterstreicht aber, wie sehr sie über die Deutschrap-Szene hinaus wahrgenommen wird.
@aminasview @Ikkimel was machst du mit den Behörden aber ???!!!! #foryou #fürdichseiteviral
