„Fast Millionär geworden“ – Rooz enthüllt, wie viel er wirklich mit #waslos verdient hat

Deutschrap-Interviews

In den letzten paar Jahren hat sich das Interview-Game im Deutschrap wieder ein wenig erholt. Aktuell existiert eine Reihe von Formaten, die Interviews durchführen und damit erfolgreich sind. Und es gibt auch wieder genügend Künstler, die dazu bereit sind, Gespräche zu führen und sich auch außerhalb von Songs und Tiktoks zu präsentieren.

Formate wie die Townhall von Marvin California, die Hyped-Interviews mit Aria Nejati, TV Strassensound oder die Deutschrap Ideal-Talks mit Simon bieten regelmäßige Gespräche in Langform mit namhaften und interessanten Gästen. Das Battlerap Taxi, „Gib ma Feuer“ von Ssynic und andere Podcasts und Nischen-Formate erweitern das Angebot in dieser Hinsicht.

#Waslos

Der Ur-Vater für viele dieser Formate war die legendäre Interview-Reihe #waslos von Rooz. HiphopDE und Rooz haben seinerzeit frischen Wind in die Szene gebracht und bewiesen wie erfrischend Interviews sein können, wenn sie weniger formell und stattdessen wie echte Gespräche funktionieren.

Nicht umsonst hat #waslos für zahlreiche legendäre Gespräche und Momente gesorgt, die bis heute zitiert werden. Sei es die „Cafe Full“-Story von Manuellsen, jedes SSIO-Interview, „Energie“ von Fler oder auch die Unterhaltung mit Xatar nach dem Knast – jedes Mal saß ihnen Rooz gegenüber und hat somit an diesen Momenten mitgewirkt, die auch Jahre später noch relevant sind und zitiert werden.

Rooz

Aus rein wirtschaftlicher Perspektive hätte das Format zum damaligen Zeitpunkt jedoch eigentlich nicht funktionieren sollen. Unter hohem persönlichen und finanziellen Aufwand reiste Rooz mit der Bahn durch Deutschland, schlief zum Teil auf der Couch von Freunden und schnitt seine Episoden während er unterwegs gewesen ist. Hätte er nicht an sein Format und dessen langfristigen Erfolg geglaubt, wären all diese legendären Momente wohl nie entstanden.

Glücklicherweise hat sich sein Einsatz letztendlich jedoch bezahlt gemacht. Wie Rooz während eines kürzlichen Livestreams erklärt hat, war #waslos für ihn alles andere als „brotlose Kunst“. Viele seiner Fans haben offenbar den Eindruck gehabt, dass sich seine Videos für ihn nicht gelobt haben, vermutlich weil gerade die Anfangsphase des Formats so häufig Thema bei ihm war.

In Wahrheit war das Format für den Unternehmer und Streamer jedoch ein massiver finanzieller Erfolg. Wie Rooz mitteilt, ist er mit seinen Interviews „fast Millionär“ geworden und habe vielmehr Geld verdient als gerecht wäre. Im Vergleich zu seiner Mutter und anderen hart arbeitenden Menschen habe er aus eigener Sicht viel zu viel verdient.

„Fast Millionär geworden“

„Was meinst du mit brotlose Kunst? Da kann ich dich beruhigen – das war es nicht. Die ersten Jahre auf jeden Fall, da hab ich es querfinanziert. (…) Aber Bruder, fast Millionär geworden dadurch. Also sehr viel Geld damit verdient, wirklich unnormal viel, ungerecht viel.“

„Mit dem Wissen von heute“

„Ich vergleich das immer mit meiner Mutter. 30 Jahre lang hat sie Menschen gepflegt (…) ihr wisst ja wie die bezahlt werden. Das war keine brotlose Kunst. Aber man kann schon sagen, die ersten Jahre hab ich nicht gedacht, dass ich damit Geld verdienen werde. (…) Aber mit dem Wissen von heute nochmal zurück, nur für waslos, hätte ich auf jeden Fall mehrere Millionen gemacht.“

Das Statement von Rooz