Rechtsextreme klauen Sylabill Spill 50.000 Euro und greifen sein Auto an

Wenn man sich die Geschichte von Rapper Sylabil Spill anhört, möchte man einfach nicht glauben, dass so etwas im Jahr 2021 immer noch in Deutschland möglich ist. Seit Monaten berichtet der Bonner immer wieder von Beleidigungen und rassistischen Übergriffen durch Rechtsextreme. Jetzt wird er sogar gesperrt, weil er seine Stimme erhebt…

Sylabil Spill

Sylabil Spill ist kongolesischer Herkunft und mit 7 Jahren nach Bonn gekommen. Seitdem hat er die letzten 30 Jahre seines Lebens in Deutschland verbracht, war früher Leistungssportler, ist heute erfolgreich als Musiker und bekannt für komplexe und wortgewandte Texte. 2016 wurde er von Xatar entdeckt und bei dessen ehemaligen Label Kopfticker Records unter Vertrag genommen.

Neben seiner Musikkarriere setzt sich der 38-Jährige für Jugendliche und Nachwuchssportler ein und betreut unter dem Namen Tracksrunner eine Gruppe von aufstrebenden Sprintern. Zuletzt sammelte er erfolgreich 25.000 Euro Spenden für ein Spezialgerät aus den Vereinigten Staaten, um das Training für die Athleten noch professioneller zu machen.

Leider scheint es Rechtsextremen aber vollkommen egal zu sein, dass der Rapper sich für wohltätige Projekte einsetzt und ein goldenes Herz hat. Immer wieder berichtet Sylabil Spill von Vorfällen, bei denen Nazis ihm schaden wollen. In seinem Song „Sensible Inhalte“ schilderte er vor ein paar Monaten Hackerangriffe durch Rechtsextreme, bei denen nicht nur sein Instagram Account, sondern auch sein Konto gehackt worden sind. 50.000 Euro habe man von seinem Konto geklaut.

Angriff

Vor etwas mehr als einem Monat wurde er wieder zum Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs. Wieder einmal wurden die Scheiben seines Wagens eingeschlagen und ein Zettel mit einer Hassbotschaft hinterlassen. Wie immer teilte er den Angriff auf Instagram um seine Community daraus aufmerksam zu machen, dass Rassismus immer noch existiert und nicht nur in Form von Online-Postings und DMs, sondern auch in Form von echten Angriffen stattfindet.

Und was denkt sich Instagram? Sie sperren den Post! Weil sein Video vom Anschlag „Hassrede“ beinhalten würde, hat man den Post kurzerhand gelöscht. Da ist definitiv einiges schief gelaufen. Das Opfer einer solchen Hassattacke muss solche Angriffe öffentlich machen können, ohne Angst zu haben, dass sein Account gesperrt wird.

Hier seht ihr den Schaden

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