Fler über Eminem: „Der macht keine guten Songs“
Fler legt im Podcast nach: Kritik an Eminem
In der neuen Podcast-Folge telefonieren Fler und Noir mit einem Fan und beantworten dessen Fragen. Dabei driftet das Gespräch zu Eminem ab. Fler stellt klar, dass er die Rap-Skills des US-Stars respektiert, betont aber seine persönliche Bewertung der Songs. Wörtlich sagt er: „man weiß, der ist übertrieben krasser Rapper so, ja, braucht man jetzt nicht kacke reden, aber der macht keine guten Songs so“.
Der Berliner führt seine Sicht anhand der Diskografie aus. Er erinnert an die Hochphase mit Slim Shady LP, Marshall Mathers LP und The Eminem Show, die er als absolute Favoriten einordnet. Danach sei es mit Encore bereits „abgedreht“ geworden, die Produktion habe das jedoch aufgefangen. Besonders hebt Fler die Rückkehr mit Relapse hervor: „Relapse fand ich übertrieeeeeben krass“.
Ab diesem Punkt sieht Fler eine falsche Abzweigung: Features, große Pop-Hooks und eine wiederkehrende Single-Formel. Er nennt die Rihanna- und Pink-Kollaborationen als Beispiele für diese Ausrichtung und schlägt den Bogen zu Savas, der laut ihm ein ähnliches Konzept fahre. Zu The Marshall Mathers LP 2 urteilt Fler hart: „Dann The Martial Matters LP 2, der größte Dreck, den ich je gehört habe.“
Noir über Revival und Fler über das verlorene „Konzept“
Im selben Gespräch meldet sich auch Noir mit einer deutlichen Meinung zu Wort. Über Eminems Revival sagt er: „Das ist eines, ich schwöre Leute, das ist eines der schlechtesten Rap-Alben, die ich international je gehört habe, Revival.“ Damit unterstreicht er die kritische Linie, die Fler zuvor eröffnet hatte.
Fler beschreibt, wie Eminem nach der Pause von 2004 bis 2009 mit Relapse noch einmal „Gas“ gegeben habe, sein eigenes Werk später aber abwertete. Aus Flers Sicht verlor Eminem anschließend den roten Faden. Die Formel aus „cool rappen“ auf Popbeats mit starker Hook sei erfolgreich, entspreche jedoch nicht dem, was Fler an frühen Eminem-Alben schätzt.
Trotz harter Worte betont Fler seine Fanperspektive. Er bezeichnet The Eminem Show als eines seiner Lieblingsalben und macht deutlich, dass seine Kritik aus langjähriger Auseinandersetzung resultiert. Seine Kernthese bleibt: „der macht keine guten Songs so“. Für die Community liefert das Podcast-Gespräch damit eine kontroverse, detailreiche Einordnung der jüngeren Eminem-Ära.
