„Laas ist der Meinung, er könnte Pa Sports im Battle rund machen“

Ssynic glaubt, dass Laas Bock hat

Seit dem Battle zwischen Pa Sports und Ssynic im Festsaal Kreuzberg dreht sich in der Battlerap-Szene alles um eine Frage: Wer steigt als Nächstes in den Kreis? Pa Sports selbst hat die Antwort vorgegeben und Laas öffentlich zum Acapella-Battle bei DLTLLY herausgefordert. Seitdem wartet die Szene auf ein Zeichen aus Richtung Laas.

Ssynic hat sich in seinem neuen Video ausführlich Gedanken über dieses mögliche Duell gemacht, und er hat dafür eine Quelle. Laas war zuletzt im Battlerap-Nerdtalk bei Tierstar und Magda zu Gast, Ssynic hat sich den Stream angesehen. Sein Eindruck: Die Haltung habe sich geändert. Er meine rausgehört zu haben, „dass der nicht mehr so abgeneigt ist“, sagt Ssynic. Groß überreden müsse man Laas inzwischen nicht mehr.

Entscheidend ist für Ssynic der Grund, aus dem Laas Lust auf diese Begegnung haben soll. Er glaube, dass Laas Bock darauf habe, „weil er auch der Meinung ist, er könnte den da rund machen“. Dass das seine eigene Lesart ist, stellt Ssynic selbst klar: „Das ist nur meine Meinung“, schiebt er hinterher, „Ich habe jetzt keine Insider Infos oder so“. Kommen sieht er das Battle trotzdem, und zwar „in den nächsten anderthalb Jahren“, maximal in zwei.

„Um PA kommst du so nicht rum“

Ssynics zweites Argument ist Laas‘ eigene Ansage. Bei hiphop.de hatte der gefordert, man solle ihm endlich einen Gegner bringen, der alles kann, und sich dabei selbst zur Nummer eins erklärt. An den anderen großen Namen der Szene sei Laas mit dieser Nummer immer vorbeigekommen, sagt Ssynic, an ihm selbst eingeschlossen. Bei Pa Sports gehe das nicht mehr: „aber um PA kommst du so nicht rum“. Zuletzt hatte Laas über ein Battle gegen Animus gesagt, der Typ sei nicht auf dem Level, auf dem er ist.

Möglich wurde diese Rechnung erst durch den Auftritt vom 5. September. „Es ist ein Fakt, dass PA Sports ein guter Acapella Battle Rapper ist“, sagt Ssynic, und da sei nach einem einzigen Battle noch reichlich Luft nach oben. Damit fällt für ihn auch Laas‘ stärkstes Gegenargument weg. Laas habe immer darauf verweisen können, dass er seinen Gegner damals rasiert hat. Inzwischen habe Pa Sports das ebenfalls geschafft, „nicht so wie du damals, aber der hat auch rasiert“.

Für den Fall der Fälle hat Ssynic auch schon eine Vorstellung vom Rahmen. Den Festsaal Kreuzberg hält er für die falsche Wahl, weil hier zwei Leute aus der Industrie aufeinandertreffen und kein Vertreter der Battlerap-Community dabei ist. „Da muss ein geiler Ort gewählt werden“, findet er: eine Bühne vor maximal 2.500 Zuschauern, am liebsten in NRW, denn „NRW ist ein feierlustiges Publikum“. Am Ergebnis hat er ohnehin keine Zweifel. Er ist sich sicher, „dass das ein absolutes Fest werden kann“.