„Geldgierige Schweine“ - Podcaster sorgen sich nach Frankfurt-Show um Haftbefehl

Kritik nach dem Comeback

Das Bühnencomeback von Haftbefehl in der ausverkauften Frankfurter Festhalle beschäftigt die Szene weiterhin. Viele Fans feierten den Auftritt nach den vergangenen Monaten als kleines Wunder, inzwischen melden sich aber auch deutlich kritischere Stimmen. Im Podcast „Safran & Sauerkraut“ sprechen die Hosts Noah und Julian in ihrer aktuellen Folge ausführlich über den Abend.

Der Vorwurf ist schnell formuliert: Die Fans hätten „für zwei Stunden bezahlt, nur eine Stunde bekommen“. Dazu kommt die Frage, warum Haftbefehl überhaupt auf die Bühne gegangen sei, wenn es ihm gesundheitlich offensichtlich nicht gut gehe. „Warum tritt er dann auf, wenn es ihm nicht gut geht? Was macht das für ein Sinn?“, heißt es im Podcast.

Wie wir berichteten, dauerte der Auftritt knapp eine Stunde. Haftbefehl trug eine Maske und wirkte gesundheitlich noch nicht in bester Verfassung. Unterstützt wurde er von Olexesh, Veysel, Kardo und Milonair, zwischendurch stand er sogar mitten in einer Feuerfontäne. In den Kommentaren überwog damals der Respekt, einzelne Fans forderten allerdings schon ihr Geld zurück.

„Das große Geld riechen“

Einen großen Teil der Verantwortung sehen die Podcaster bei Haftbefehls Umfeld. „Ich glaube, das ist nicht seine alleinige Entscheidung, ne?“, heißt es. Der Rapper habe ein riesiges Team hinter sich und „Hafti bringt sehr viel Kohle rein. Immer noch.“ Gerade nach der Netflix-Doku seien seine Konzerte ausverkauft. Das Team hätte deshalb prüfen müssen, ob der Künstler bereit für die Bühne ist, zumal er laut den Hosts selbst nur wenige Songs performt und den Rest seinen Backup-Rappern überlassen habe.

Dann fällt der Satz, der hängen bleibt: Die Leute um ihn herum seien „geldgierige Schweine“. Schon beim Anschauen der Netflix-Doku habe man sich gefragt, „sind das wirklich Freunde oder sind die alle nur mit ihm, weil die halt das große Geld riechen“. Und weiter: „Die Major Labels saugen den jetzt noch bis zum letzten aus und dann schmeißen die den weg und fertig.“

Bei aller Kritik schwingt vor allem Sorge mit. Am Ende der Doku sei Haftbefehl in der Klinik gewesen, die Hoffnung auf eine Genesung sei also da gewesen, „aber Pustekuchen“. Haftbefehl sei ein „mega krasser Künstler“, betonen die Hosts, und wünschen ihm, „dass er einfach sich eine Auszeit gönnt“.