Noir packt über die Trennung von Fler aus: „Der unterdrückte Unterdrücker“
Fler & Noir
Bereits vor ein paar Wochen berichteten wir darüber, dass es zwischen Fler und Noir gekracht haben soll. Mehrere Jahre lang waren die Rapper miteinander befreundet und entschieden sich im Juni 2025 sogar dazu, gemeinsamen nach Zypern zu ziehen und dort zusammen ein Geschäft aufzuziehen. Von der Mittelmeerinsel aus produzierten die beiden Podcasts, Musik und vor allen Dingen Casino-Streams, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdient haben.
Im August dieses Jahrs kehrte Noir dann völlig überraschend wieder nach Deutschland zurück. Zusätzlich dazu stellte MOK die Behauptung auf, dass er sich von Fler losgesagt habe. Die beiden Rapper dementierten diese Darstellung zunächst und kündigten an, dass es bald wieder mit ihnen weitergehen würde. Jetzt ist jedoch klar, dass es tatsächlich Streit zwischen Fler und Noir gibt…
„Darauf hatte ich keinen Bock“
Vor wenigen Minuten erschien ein Townhall.-Interview von Noir bei Marvin California. Darin spricht der Düsseldorfer Rapper erstmals sehr ausführlich über seinen eigenen Werdegang über seine Anfänge bei Kollegah, sein TTT Battle und vor allem auch die Zeit mit Fler und die jüngst erfolgte Trennung.
Dabei bezieht Noir u.a. Stellung dazu, dass Fler etwaige Statements getätigt hat, hinter denen er selbst nicht steht, zu denen er sich während ihrer Streams aber nicht geäußert hat. Der Rapper erklärt, dass mit jeder einzelnen Aussage viel mitgeschwungen ist und er zu jedem Zeitpunkt eine Abwägung machen musste, ob es ihm den Streit wert ist, Fler Contra zu geben. Im Laufe der Zeit habe er dann jedoch bemerkt, dass er den Ist-Zustand nicht mehr ertragen konnte: „Trotz all diesen Sachen war das für mich dann irgendwann zu viel. (…) Eineinhalb Jahr war ich loyal, war ich korrekt. Aber dann hat sich die Sache irgendwo verlaufen.“
„Miese Stimmung“
Danach geht Noir noch ausführlicher auf das alltägliche Zusammenleben mit Fler ein, das von „mieser Stimmung“ geprägt war. Auch wenn ihr Leben auf Zypern im Grunde „entspannt und cool“ hätte sein können, sei die Stimmung fast immer angespannt gewesen:
„Ich werde mich hier nicht schlecht über Fler äußern, aber es sind Sachen, die man als erwachsener Mann sagen muss und geraderücken muss. (…) Ich bin die ganze Zeit am Start, bin ein Kumpel, ein loyaler Freund. Und ich hab mich irgendwann gefragt, bin ich unkorrekt? Und dann hab ich gemerkt: Hier läuft irgendetwas verkehrt. (…) Weil du an diese Wand stößt und dich fragst, ey warum ist nicht mal alles entspannt und cool? Einfach eine Freundschaft. Aber es war nie Friede, Freude, Eierkuchen. Viel war dann so, miese Stimmung und man konnte es nicht genießen. Es war halt nicht cool.“
Vor allen Dingen habe er immer wieder gemerkt, dass die Freundschaft zwischen ihm und Fler nicht auf Augenhöhe stattgefunden habe. Demnach habe er in zahlreichen Situationen gemerkt, dass der Rap-Veteran ihn unterschwellig und subtil herabgewürdigt habe wenn er die Möglichkeit dazu hatte. Später im Gespräch beschreibt er dies mit der Formulierung „der unterdrückte Unterdrücker“:
„Alles was ich gesagt habe, wurde infrage gestellt oder ins Lächerliche gezogen damit man sich damit profilieren kann. Und irgendwann habe ich gemerkt, dass das nicht so eine ehrliche Freundschaft ist oder zumindest, dass es eine stabile Freundschaft ist. (…) Das ist eine Freundschaft mit versteckten Verträgen und mit vielen Unsicherheiten, die da reingebracht worden sind und die tagtäglich ausgetragen wurden. Und darauf hatte ich halt keinen Bock.“
Hier seht ihr die Townhall
