Laut Fler, würden alle seine ausländischen Freunde AfD wählen, wenn die Partei nicht so „uncool“ wäre
Fler sorgt im Podcast ohne Grund mit AfD-Aussage für Wirbel
In einer neuen Folge seines Formats Podcast ohne Grund hat Fler ein Statement abgegeben, das in der Szene für Diskussionen sorgen dürfte. Der Berliner ordnete nicht inhaltliche Positionen, sondern die Außendarstellung der AfD als entscheidenden Faktor ein, warum die Partei für viele in seinem Umfeld nicht wählbar sei. Damit rückt er eine Stilfrage in den Mittelpunkt.
Wörtlich erklärt er: „Meine ‚Kanak‘-Kumpels würden AfD wählen, wenn die AfD nicht so uncool wäre.“ Und weiter präzisiert er seinen Punkt zur Wahrnehmung der Partei: „ich rede nicht vom politischen Inhalt, sondern von deren Art, wie die reden.“
Zur Begründung zeichnet Fler ein Bild von der Selbstdarstellung der Partei und ihrer Protagonisten. Er spricht von „diese Dorf-Nazi-Filme“ und bezeichnet die Vermarktung als „so dörflich, konservative Latzhosenträger“. Aus dieser Perspektive fehle es der AfD an Stil, Coolness und Normalität, was aus seiner Sicht den potenziellen Zuspruch in seinem Umfeld ausbremse.
Stilkritik, Abgrenzung und laufende Debatte
Flers Podcast-Statement reiht sich in eine Serie öffentlicher Einordnungen zur politischen Lage und zur AfD ein. In der Vergangenheit kritisierte er die Ansprache rechtspopulistischer Akteure und deren Anbiederung an Jugendkultur. Gleichzeitig betonte er wiederholt, dass Wahrnehmung und Vermarktung in Deutschland Themen sind, die ihn beschäftigen.
Seine Distanz zu der Partei untermauerte Fler bereits juristisch, als 2023 sein Track NDW 2005 von AfD-Seite vereinnahmt wurde. Er kündigte an, den Song nicht mehr live zu spielen. Auch in anderen Fällen, etwa beim Energie-Meme-Streit mit Philipp Amthor, zeigte er, dass politische Nutzung von Rap-Elementen für ihn Grenzen hat.
Die neue Aussage aus dem Podcast zündet dennoch eine Debatte. Sie verknüpft Szene-Realität mit politischer Markenwirkung und spricht damit einen wunden Punkt an: Wie stark beeinflussen Ästhetik, Sprache und Auftreten politische Entscheidungen im urbanen Umfeld. In der Community dürfte nun diskutiert werden, ob Stilfragen tatsächlich wahlentscheidend sind und welche Verantwortung Artists tragen, wenn sie solche Beobachtungen öffentlich machen.
