„Emotionale Hinrichtung“ – Xatar starb während der Doku-Dreharbeiten
Doku-Dreh begann zu Lebzeiten - und endete mit seinem plötzlichen Tod
Die ARD-Dokumentation „Ein Leben ist nicht genug“ begleitet Xatar bis in seine letzten Monate. Wie RTL Exclusiv-Moderatorin Frauke Ludowig erklärt, liefen die Kameras bereits, als der Bonner Rapper noch lebte. Im Gespräch mit der Witwe Farvah Hajabi sagte Frauke: „Das Emotionale ist, dass die Dreharbeiten, die hatten ja begonnen, als er am Leben war. Also er wusste quasi, es wird eine große Dokumentation geben. Und er ist während der Dreharbeiten verstorben.“
Der Schock traf Familie, Freunde und Fans mitten im Produktionsprozess. Farvah bestätigt: „Ja, richtig. Was da passiert ist, ist eine emotionale Hinrichtung gewesen.“ Mit nur 43 Jahren starb Xatar an einem Herzinfarkt - ein Jahr später bringt die Doku seine beispiellose Geschichte noch einmal eindringlich zurück ins Bewusstsein.
Auch auf Instagram kündigte Frauke das exklusive Gespräch an und schrieb: „Heute Abend bei uns in @rtl_exclusiv Mein Interview mit FARVAH HAJABI, der Witwe von #xatar @goldmann ! Seit diesem Wochenende gibt es eine Dokumentation über sein Leben, das vor einem Jahr im Alter von nur 43 Jahren mit einem Herzinfarkt endete!“ Die Sendung beleuchtet die Entstehung der Doku und den Moment, in dem die Realität die Produktion überholte.
Farvah Hajabi über die „emotionale Hinrichtung“ und das Weiterleben
Im Interview ringt Farvah um Worte für das Unfassbare. Auf Fraukes Nachfrage „Wie meinst du das?“ erklärt sie, warum „Trauer“ ihre Gefühlslage nicht trifft: „Also, das, was passiert ist im letzten Jahr, dass Giwar einfach von jetzt auf gleich, sag ich mal, im physischen Sinne nicht mehr da ist und man nicht mehr mit ihm sein kann, wie man das kennt, ist jetzt nicht eine Art, ich rede jetzt von ‚traurig.'“
Sie führt aus, dass der Begriff dem Erlebten nicht gerecht wird: „Das ist … Ich finde, dieses Wort ‚Trauer‘ oder der Begriff kann das überhaupt nicht wiedergeben, was man da empfunden hat und noch empfindet.“ Diese Perspektive macht deutlich, wie radikal der Verlust den Alltag der Familie verändert hat und wie schmerzhaft die Lücke bleibt.
Frauke kündigte zudem eine Reihe von Fragen an, die im Gespräch Raum bekommen: „wie lebt man an der Seite eines Mannes mit einer solchen Geschichte? Wieso ist sie bei ihm geblieben, als er viele Jahre im Gefängnis verbracht hat? Wie erklärt sie den Kindern, was passiert ist? Was hat sie von alldem gewusst?“ Die Doku „Ein Leben ist nicht genug“ und das RTL-Interview zeichnen ein intimes Bild hinter der Legende Xatar.
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