Farid Bang: „Ich fand auch Bushido cool – bis ich dem begegnet bin“
Farid Bang
Farid Bang hat erstmals seit sehr langer Zeit wieder ein extrem ausführliches Interview gegeben und sich in den Podcast von Tierstar gesetzt. Tierstar ist bekannt für seine ausschweifenden Gespräche, bei denen er sehr detailliert auf den Werdegang seiner Gäste und vor allem auf vergangene Beefs eingeht. Gerade für ihn als Berliner war deshalb auch von Interesse, wie der Beef zwischen Farid Bang und Aggro Berlin begann, durch den der Düsseldorfer zeitweise zur Persona non Grata in Berlin wurde.
Dabei erklärt Farid Bang überraschend, dass er zunächst eigentlich kein schlechtes Bild von der Berliner Szene hatte. Wie jeder andere Jugendliche, hat auch er Aggro Berlin seinerzeit gehört und die einzelnen Artists gefeiert. Erst als er die Rapper persönlich getroffen hat, ist seine Haltung gekippt.
Dies gilt sowohl für die Künstler von Aggro Berlin, als auch für Bushido. Hierzu gibt es schon seit vielen Jahren das Gerücht, dass der Videodreh zu „Gangstarapkings“ der ausschlaggebende Grund für JBG 3 gewesen sein soll. Bis dahin pflegten Farid Bang und Bushido ein positives Verhältnis.
Meinung zu Aggro Berlin und Bushido
„Ich fand alle, Aggro Berlin, ich fand alle cool. Ich hab die gehört. Meine Schule hat das gehört, ich fand das jetzt nicht scheiße. Ich fand die Jungs alle cool. Ich fand auch Bushido cool und alles. Bis ich denen begegnet bin, ehrlich gesagt. Es war einfach so, natürlich.“
Bass Sultan Hengzt
Es gibt aber einen Rapper, den Farid Bang ausdrücklich von dieser Einschätzung ausnimmt. Bass Sultan Hengzt war für ihn schon damals der beste Rapper aus Berlin und einer der wenigen Künstler, an denen er sich selbst orientiert hat. Sein Klassiker-Album „Rap braucht kein Abitur“ ist aus seiner Sicht bis heute underrated und sollte häufiger in Bestenlisten vorkommen. Das sind ziemlich heftige Probz, gerade wenn sie von einer Legende wie Farid kommen!
Lob an Bass Sultan Hengzt
„Zum Beispiel, ich war ein Riesen Bass Sultan Hengzt-Fan, ich hab das immer gesagt. Das indizierte „Rap braucht kein Abitur“, das ist eins der besten Rapalben überhaupt. Das taucht nirgendwo auf, aber ist eines der besten Street Rap-Alben überhaupt. Wenn ich mich an einem Rapper orientiert habe oder das gefeiert habe, war das Hengzt, was ich sehr krass fand. (…) Die Stimme war krass und wie der Musik gemacht hat, das war mega.“
Das erste Feature von Farid Bang und Hengzt
Hier seht ihr das Interview
