Nach Karriereende – Bushido erklärt, einen „Kotzreiz“ gegen Rap entwickelt zu haben
Bushido
In den letzten paar Monaten konnte Bushido seine tiefe Abneigung gegenüber der Rapszene nicht mehr verstecken. Und es wirkte auch nicht unbedingt so, als würde ihm überhaupt etwas daran liegen, es verstecken zu wollen. Schon vor seiner Tour und seinem letzten Album machte der 47-Jährige deutlich, eigentlich gar kein Interesse mehr an Musik oder Auftritten haben zu wollen.
In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung beschrieb er die letzten Monate seiner Karriere als eine Art Tortur, durch die er sich praktisch zwingen muss, bevor er endlich aufhören kann. Ganz offensichtlich konnte er das Ende seiner Karriere gar nicht mehr abwarten. Er erklärte seine Musikkarriere zu einer Arbeit, auf die er eigentlich keinen Bock habe.
Bushido über sein Karriereende
„[…] wie bei Millionen von Menschen, die keinen Bock auf ihre Arbeit haben und trotzdem morgens aufstehen und ins Büro fahren. Die machen halt das, was sie machen müssen, weil es ihr Beruf ist und weil sie damit ihr Geld verdienen. So ist das halt auch ein bisschen. Aber mein Ende ist ja nah, und deswegen ist es jetzt im Nachgang eigentlich kein Riesen-Akt, jetzt noch einmal ein paar Monate durchzuhalten.“
„Habe zum ersten Mal Freunde
Und auch einige Monate nach dem Ende seiner Karriere scheint sich keine Wehmut bei ihm einzustellen oder das Bedürfnis, doch wieder weiterzumachen. Anders als viele andere Künstler, die nach ihrem Karriereende doch wieder zurückkommen, ist Bushido ohne die Musik deutlich glücklicher.
In seinem Podcast berichtet der Neu-Münchner von einer Therapiesitzung, bei der seiner Therapeutin aufgefallen ist, dass er zum ersten Mal Freunde zu haben scheint: „Sie hat echt zu mir gesagt, dass sie sich total freut, weil ich habe das erste Mal, also hat sie jedenfalls das Gefühl, Freunde. Und ich hab zu ihr gesagt, ja, das empfinde ich genauso.“
Bushido erklärt daraufhin, dass er bisher fast immer Freunde aus der Rapszene gehabt hat, diese aber eigentlich nicht wollte. Weil es immer nur um Rap ging und ihm irgendwann „zu viel“ wurde, habe er eine Abneigung gegenüber der Musik entwickelt: „Ich habe nie großartige Freunde gehabt. Ich wollte auch nie Freunde haben. (…) Das war mir zu viel Rap. (…) Irgendwann habe ich regelrecht einen Kotzreiz entwickelt.“
(Quelle: RTL Plus)
Aus der Episode „Selten so gelacht“

