Capital Bra gibt emotionales Statement zu Haftbefehl und seiner Sucht ab

Capital Bra

Wie viele mitbekommen haben dürften, hat Capital Bra ein bemerkenswertes Interview im Spiegel gegeben und dort so offen und ausführlich über seinen Kampf gegen die Drogensucht gesprochen, wie noch nie. Obwohl sich der 31-Jährige schon einige Male zu seiner Koks- und Tilidin-Sucht geäußert hatte, hat er in diesem Interview so viele Infos geliefert wie nie zuvor.

So teilte er mit, dass er schon im Alter von nur 11 Jahren zum ersten Mal mit Cannabis, Koks und S*x in Kontakt gekommen ist. Kurze Zeit später kam das Tilidin in sein Leben, von dem er auch 20 Jahre später noch nicht losgekommen ist. Mehr zu diesem Interview und seinen Statements könnt ihr hier nachlesen.

„Hast du die Haftbefehl-Doku geguckt?“

Diese Vorgeschichte macht seine Sichtweise auf die Netflix-Doku von Haftbefehl, die im Oktober 2025 erschien, noch interessanter. Capital Bra ist wahrscheinlich einer der wenigen bekannten Rapper, die wirklich nachvollziehen können, durch welche Höllenqualen der Offenbacher in den letzten Jahren gegangen ist und welche Folgen der Konsum haben kann.

Allerdings hat Capital Bra die Doku über Haftbefehl nicht angesehen. Er habe viel zu viel Angst davor, etwas verstörendes zu sehen, was ihn selbst in seinem Kampf gegen die Sucht zurückwirft. Der Berliner Rapper betont, Haftbefehl damit nicht verurteilen oder angreifen zu wollen. Dennoch will er nicht in den Abgrund blicken, in dem er selbst fast gelandet wäre. Stattdessen sehe er sich lieber Tierdokus über Orcas und Co. an, um seine Seele nicht zusätzlich zu belasten.

Capital Bra über Haftbefehl

„Nein, ich habe Angst davor. Ich gucke mir Dokus von Orcas an, wie sie sich organisieren und Robben jagen. Das interessiert mich eher, al von jemandem Drogen-Dokus zu gucken. Weil ich weiß selber, was in meinem Leben los ist. Und ich will von niemanden… also ich hab gehört, er redet mit Dämonen und solche Sachen.

Ich will gar nicht sowas sehen. Weil ich hab meinen eigenen Kampf. Ich will weder jemanden verurteilen und ich darf niemanden verurteilen. Aber ich habe mein Ziel, ich kämpfe dagegen. Und vielleicht sehe ich was, was mich noch ängstlicher macht. Und deswegen versuche ich das lieber gar nicht zu sehen.“

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