Manuellsen : „Wäre der zwei Jahre älter gewesen, hätte ich ihn vom Balkon geschmissen“
Vom Kommentar zum Hausbesuch
Manuellsen hat im Podcast von Tim Gabel erzählt, wie er mit Leuten umgeht, die ihn im Internet rassistisch beleidigen. Sein Prinzip: Er sucht sie auf. Als Beispiel schildert er den Fall eines Jugendlichen aus Dortmund, der im Netz nach seiner Darstellung sehr grobe Dinge über seine Familie und seine Hautfarbe verbreitet hatte.
Statt online zu reagieren, fuhr Manuellsen hin und klingelte an der Haustür. Details zu dem, was der Jugendliche konkret gemacht hat, will er im Podcast nicht nennen. Deutlich wird er trotzdem: „Wäre der zwei Jahre älter gewesen, hätte ich ihn vom Balkon geschmissen.“ Weil der Junge noch sehr jung war, habe er davon abgesehen.
Stattdessen nahm er sich dessen Vater vor - nach eigener Aussage vor der gesamten Siedlung. Er habe ihn gefragt, ob er sich nicht schäme und warum er nicht besser auf seinen Sohn aufpasse. Anschließend hätten Vater und Sohn es verstanden. Der Jugendliche habe außerdem zwei weitere Beteiligte benannt.
Immer über die Eltern
Dass Manuellsen bei Jugendlichen konsequent bei den Eltern ansetzt, ist kein Einzelfall. Schon im Juli hatte er im Zusammenhang mit einem anderen Fall gefordert, man solle sich den Vater vornehmen statt das Kind - dieselbe Logik, die er nun auch für den Jungen aus Dortmund beschreibt.
Für ihn ist die Sache kein Spaß und auch kein Content. Solche Aktionen seien alarmierend und ein Spiel mit dem Feuer, sagt er im Podcast, und richtet einen direkten Appell an alle, die darüber nachdenken: „Macht das nicht bei mir.“
Er stellt dabei klar, dass es ihm nicht um das einzelne Video oder die einzelne Beleidigung geht. Schlimm sei die Absicht dahinter - die Frage, warum jemand so etwas überhaupt macht. Über rassistische Sprüche lachen könne er durchaus, sagt er, aber die Frage sei, ob man das wollen sollte.
