Top 10 - Farid Bang rankt die Alben von Kollegah
Farid Bang geht Kollegahs Diskografie durch
Es gibt Rankings, die interessieren niemanden, und es gibt Rankings, bei denen allein die Person davor die halbe Geschichte ist. Farid Bang hat sich die Diskografie von Kollegah vorgenommen und Album für Album einsortiert - ausgerechnet er, der mit dem Boss vier gemeinsame Platten aufgenommen hat und dessen Verhältnis zu ihm seit Jahren Gesprächsthema der Szene ist. „So, my friends, wir ranken Kollegahs Top 10 Alben“, kündigt er zu Beginn an.
Los geht es mit dem „Zuhältertape Vol. 3″, und da hält sich Farid Bang mit Superlativen zurück. Das Tape sei „ne gute Mitte“, sagt er - solide, aber eben kein Ausreißer nach oben. Deutlich wärmer wird der Ton beim nächsten Eintrag, den er als „Boss der Bosse“ benennt: „Eines der besten Alben überhaupt.“
Beim vierten Teil der „Zuhältertape“-Reihe kommt er kurz ins Grübeln, welche Nummer eigentlich gemeint ist, und entscheidet sich dann selbst: „Zuhälter Tape 4 oder 5? 4, sag ich doch.“ Beim „Alphagene“ wird er persönlich und nennt es „eines meiner Lieblingsalben“. Auch „Bossaura“ kommt gut weg, wobei er vor allem einen Track hervorhebt: „auch gut. Da ist Kobrakopf mit dabei.“
An der Spitze steht ein Album, auf dem er selbst rappt
Zum Schluss landen „Alphagene 2″ und „King“ auf dem Tisch, und beim Klassiker von 2014 fällt das Urteil knapp und eindeutig aus: „sehr krasses Album“. Damit ist das Feld abgesteckt - und es fehlt noch die Spitze.
Auf Platz 1 setzt Farid Bang „Jung Brutal Gutaussehend 3″. Bemerkenswert ist dabei weniger die Wahl selbst als die Art, wie er sie trifft: Er begründet sie mit keinem einzigen Wort. Es fällt lediglich der Satz „Ganz klare Sache“ - so, als bedürfe diese Entscheidung ohnehin keiner Erklärung.
Verabschieden tut er sich mit einem Satz, der die ganze Übung einordnet: „Ja, das ist so mein amtliches Ranking.“
